"Wir bauen ein Krankenhaus, bauen Sie mit?" war das Motto des Adventsbasars des Frauenbundes Höchstadt. Ein besseres und ansprechenderes Motto hätte sich der Adventsbasar des Frauenbundes Höchstadts kaum geben können. Das spiegelte sich auch in den Besucherzahlen dieses Basars am vergangenen Adventswochenende wider.

Die Mitglieder des Frauenbundes hatten in den vergangenen Wochen und Monaten fleißig genäht, gestrickt, gebastelt und gewerkelt. Sie hatten Kuchen gebacken und am dritten Adventswochenende Kaffee gekocht und damit einen herausragenden Adventsbasar vorbereitet.

Der Zeitpunkt des Adventsbasars fiel zusammen mit dem Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz der Stadt. Viele Besucher kamen von dort in das Pfarrheim, um sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen eine kleine Pause zu gönnen.

So wurde der Adventsbasar des Höchstadter Frauenbundes auch ein echter Ort der Begegnung.

Die Not in Madagaskar ist so groß, dass Neugeborene auf dem Müll entsorgt werden mussten, weil alle medizinischen Voraussetzungen für die Geburtshilfe fehlten. Viele Frauen starben bei der Geburt, weil es keine medizinische Versorgung gab.

Der Frauenbund nahm diese Not zum Anlass und unterstützt finanziell die "Mobile Hilfe Madagaskar". Schon für zehn Euro kann dort eine Patientin, inklusive Medikamente, versorgt werden. Auf Schautafeln konnten die Besucher viel über dieses Projekt erfahren. Und dann gab es noch eine andere Tafel auf dem Basar, die mit mehreren Wäscheklammer-Reihen bestückt war. Über dem Ganzen prangte in roten Lettern "Wir fliegen nach Madagaskar". Auf dem Basar konnten die Besucher Teile von Baby-Ausstattungen gegen eine Spende erwerben. Das erworbene Stück durfte man dann an den Aufsteller klammern. Diese Ausstattungsteile gehen per Flugzeug nach Ambovo in Madagaskar und helfen in doppelter Hinsicht. Die Mobilität der Hilfsorganisation dort soll ausgebaut werden, um auch in entlegensten Gebieten helfen zu können. Die Spendenaktion am Basar und die Spenden der Frauenbundmitglieder auf der Weihnachtsfeier ergaben 1700 Euro Erlös, die der Aktion "Mobile Hilfe für Madagaskar" zugute kommen. DG