Der Regionale Planungsverband Oberfranken-Ost hat das Regionalplankapitel "Natur und Landschaft" abgeschlossen. Mit 93 Beschlussvorschlägen zur Auswertung eines umfangreichen Anhörungsverfahrens stellte Oberregierungsrat Harald Frauenknecht bei der Sitzung in Hof die Neukonzeption vor, die nach einstimmigen Beschluss des Planungsausschusses jetzt der Regierung von Oberfranken vorgelegt werden soll.
Der Vorsitzende des Planungsverbandes Oberfranken-Ost, der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner, betonte ausdrücklich: "Es liegt uns sehr am Herzen, durch einen nachhaltigen Umgang mit unseren Potenzialen das natürliche und kulturelle Erbe für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu pflegen. Intakte Landschaften spielen nicht nur für den Arten- und Biotopschutz eine wichtige Rolle, sondern sind auch Grundlage für die naturnahe Erholung und den Tourismus."


Ressourcen schonen

Oberfranken-Ost ist geprägt durch eine in Bayern einzigartige landschaftliche Vielfalt mit charakteristischen Landschaftsbildern, naturnahen Lebensräumen und abwechslungsreichen Kulturlandschaften. Aber auch in Oberfanken führen der zunehmende Landverbrauch, die fortschreitende Zersiedelung, der Ausbau energetischer Infrastrukturen und die moderne land- und forstwirtschaftliche Nutzung oft zu markanten Landschaftsveränderungen.
Die Nutzung der Landschaft durch den Menschen muss daher an die Tragfähigkeit des Naturhaushalts angepasst werden, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen und die Ressourcen ohne Gefährdung ihres Bestandes und ihrer Regenerationsfähigkeit zu nutzen.


Noch 2018 in Kraft

"Der Regionale Planungsverband sieht seine wichtigste Aufgabe darin, konkurrierende Nutzungen verträglich für Mensch und Umwelt aufeinander abzustimmen. Das ist eine oft nicht einfache, aber immer lohnenswerte Aufgabe für den Erhalt einer lebenswerten Region", fasste Fichtner abschließend zusammen.
Das neue Kapitel Natur und Landschaft des Regionalplans Oberfranken-Ost soll noch in diesem Jahr in Kraft treten. red