Der Bund Naturschutz Ebern macht auf die Aktion "Schwalben willkommen" aufmerksam. Die Ortsgruppe ruft zur Erfassung der Schwalbenbestände auf.

Im Volksglauben bringt die Schwalbe einem Haus, in dem sie nistet, Glück. Sie schützt vor Feuer und Blitz. Doch die Lebensbedingungen für Schwalben sind schwieriger geworden und ihre Bestände gehen zurück.

Mit der Aktion "Schwalben willkommen" will der Bund Naturschutz Ebern der Tiergruppe Aufmerksamkeit widmen. Dabei werden, wie die Ortsgruppe weiter mitteilte, Schwalbenbilder gesucht; sie sollen am Apfelfest gezeigt werden.

Seit Mitte April sind die Schwalben aus dem Süden zurück. Obwohl sie als Insektenvertilger für das Gleichgewicht in der Natur sorgen, ist ihr Glück bedroht. Durch die Versiegelung von Feldwegen und Plätzen finden Schwalben kaum Lehm zum Nestbau mehr. An modernen Fassaden haften Nester nicht mehr oder werden sogar abgeschlagen. In der intensiv genutzten Ackerlandschaft finden sie wenig Nahrung.

Um den Bestand der Schwalben zu kennen, möchten die Naturschützer wissen, wo wie viele Schwalben nisten. Deshalb bittet der Bund Naturschutz die Bevölkerung, Neststandorte zu melden. Besonders werden Interessenten gesucht, die sich dabei um Ortschaften oder größere Objekte kümmern.

Da teilweise vor 20 Jahren in zahlreichen Ortschaften Schwalben erfasst worden sind, ist ein Vergleich möglich, um Entwicklungen zu erkennen. Der Eberner Bund Naturschutz freut sich über jede Meldung; dazu können die Meldezettel im Internet unter www.bund-naturschutz-ebern.de heruntergeladen und bei der Schilderwerkstatt Ebern, Marktplatz 23, abgegeben werden. Meldungen sind auch an die Geschäftsstelle unter der Rufnummer 09531/9443566 oder per E-Mail an vorstand@bund-naturschutz-ebern.de möglich.

Schwalben kann man helfen, wenn feuchte Schlammlöcher als Materialbasis für den Nestbau zur Verfügung gestellt werden, wenn Schwalben an den Außenwänden, die mit Kotbrettern gegen den Schmutz versehen sind, nisten können, und wenn künstliche Nester angebracht werden, so der Bund Naturschutz. red