Die Verbrennung von Haus- und Sperrmüll im Müllheizkraftwerk Coburg-Neuses wird ab 2019 billiger. Das haben die Vertreter der Landkreise Coburg, Kronach, Lichtenfels sowie der Stadt Coburg im Zweckverband für Abfallwirtschaft Nordwest-Oberfranken (ZAW) am Dienstag beschlossen.

Demnach werden die Umlagen für die Verbandsmitglieder auf 120 Euro je Gewichtstonne Müll sinken - in den vergangenen vier Jahren mussten sie 133 Euro bezahlen, um eine Tonne Müll in Neuses verbrennen zu lassen. Ob sich diese Senkung auch auf die Müllgebühren der Bürger auswirkt, entscheiden die beteiligten Landkreise und die Stadt Coburg selbst (siehe Seite 9). Die neuen Gebühren und Umlagen sollen für die Jahre 2019 bis einschließlich 2022 gelten.

Eine Tonne kostet 133 Euro

Freuen können sich jedoch nicht alle, die ihren Abfall nach Neuses zum Entsorgen bringen: Beim Gewerbemüll kostet die Verbrennung einer Tonne weiterhin 133 Euro. Begründet wurde das damit, dass Gewerbemüll sehr heiß verbrennt und damit nicht so viel Volumen auf einmal verfeuert werden kann wie beim Hausmüll.

Es gibt auch Kostensteigerungen

Steigen werden die Gebühren für das Verbrennen von Klärschlamm (von 60 auf 70 Euro je Tonne) und die Gebühren für deponiefähiges Material (von 77 auf 87 Euro je Tonne). Hier sei aber seit dem Jahr 2000 keine Erhöhung mehr erfolgt, sagte Katrin Tröger, beim Zweckverband für die Finanzen zuständig.

Die Gebührenerhöhung sei notwendig, weil in der Deponie in Blumenrod mehr angeliefert werde, was die Kosten steigere, erläuterte Klaus Bächer. Teurer wird es auch für Asbest und Dämmestoffe: Die Ablagerung von einer Tonne asbesthaltigem Material kostet künftig 183 Euro, genauso die Tonne verdichtetes Dämm-Material.

Meist würden die Dämmstoffe aber unverdichtet angeliefert, sagte Bächer. Weil dann auf der Deponie nachverdichtet werden muss, kostet die Entsorgung mehr: 291 Euro je Tonne, 30 Euro mehr als bisher. Stopfen will der ZAW auch ein Schlupfloch: Was weniger als 200 Kilogramm wiegt, darf auf der Deponie nicht gewogen werden, und damit kann auch kein Preis berechnet werden.

Für solche Kleinmengen gilt künftig ein Pauschalpreis von 50 Euro.