Sebastian Schanz Der Liebe leichte Schwingen trugen mich zu ihr. Dort, wo zwei Regnitzarme sich sanft zu einem goldglänzenden Strom vereinen, wo die Sonne steinerne Stufen und Gemüter wärmt, wo zwei Raben wie Turteltäubchen auf einem Ast sitzen, da saß auch sie.

Frei von Kleidern wie von Sorgen, den Blick in die Ferne gerichtet, nachdenklich, anmutig, schön.

Lange musste ich nach ihrem Namen fragen. Nein, nicht einmal die Bamberger würden diese Frühlingsbotin eine Blunzn nennen. Die edle Muße des Künstlers Rainer Kurka, die Schöne von der Erba-Insel heißt wegen ihres Sitzplatzes Baerbala.

Unaufgeregt, aber aufregend. Noch dazu eine gute Zuhörerin. Ein Jammer nur: Auf alle Witzchen reagierte die fremde Sonnenanbeterin genauso wie meine angetraute Angebetete.