Der regionale Arbeitsmarkt ist gut ins Frühjahr gestartet. "Der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig wie selten zuvor", so das Resümee von Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof, die auch den Landkreis Kulmbach betreut. Dies unterstreichen auch die neuen Daten zur versicherungspflichtigen Beschäftigung. "Mit mehr als 191 900 Arbeitnehmern gehen im Agenturbezirk so viele Menschen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nach wie seit 1995 nicht mehr", betont Peine.


Aufschwung hält an

Der saisonübliche Aufschwung nach der Winterpause ließ die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk deutlich sinken. 10 424 arbeitslose Männer und Frauen waren zu verzeichnen, 761 weniger als im Februar und 1178 weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 auf 4,1 Prozent. Im März 2017 lag die Quote noch bei 4,6 Prozent.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften erreichte ein neues Rekordniveau. Die Arbeitgeber-Services erhielten allein im März 1361 Vermittlungsaufträge. Insgesamt stehen im Agenturbezirk damit 5663 Stellenangebote zur Verfügung. Gleichzeitig stellt aber die Besetzung der Stellen mit passenden Bewerbern eine immer größere Herausforderung dar. Auch deshalb sind Berufsrückkehrerinnen wichtig für die Fachkräftesicherung.


Weniger Langzeitarbeitslose

"Frauen werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht. Die Möglichkeiten für Berufsrückkehrerinnen sind dank des derzeit aufnahmefähigen Arbeitsmarktes sehr günstig", erklärt der Experte. Von den 92 293 Frauen in der Region arbeitet jede Zweite in Teilzeit.
Im Kulmbacher Raum sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat saisonal bedingt um 87 Personen. Gegenüber dem Vorjahr waren 211 Arbeitslose weniger zu verzeichnen. Die Hauptwelle der Wiedereinstellungen erfolgt nach Ostern. Bemerkenswert ist der Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen um 126 Personen im Vergleich zu 2017.
Die Arbeitslosenquote sank auf 3,8 Prozent und lag damit 0,5 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahres. In Kulmbach steht aktuell ein Pool von 1012 gemeldeten Stellen zur Verfügung. Allein seit Jahresbeginn wurden 598 offene Stellen neu gemeldet, im März waren es allein 208.  red