Als Interessensvertretung aktiv beschäftigter Eisenbahner und Ehemaliger kommt der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) im Leben der Eisenbahnerfamilie seit der Mitte des letzten Jahrhunderts besondere Bedeutung zu. Im Bereich Vorsorge reicht ihr Einsatz unter dem Dach der Gemeinschaft inzwischen von Nachwuchsförderung über Betreuung aktiver Mitarbeiter bis zur erfolgreichen Seniorenarbeit für Rentner und Pensionäre. "Wir brauchen die Gemeinschaft als Arbeitnehmervertretung für Problemlösungen in einer lebenswerten Welt führte Harald Hammer (Amberg) anlässlich der Jubilarehrung vor Mitgliedern im Ortsverband Bamberg-Lichtenfels der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft in Lichtenfels-Seubelsdorf aus. Als Festredner verwies er auf Gewerkschaftserfolge zum Beispiel in denn Bereichen Tarifpolitik, Beschäftigungssicherung, Mindestlohn und Altersvorsorge.
Im Zeichen nachlassender Hemmschwellen seien zunehmend verbale und körperliche Gewalttätigkeiten im Alltagsgeschehen gegen Mitarbeiter am und auf dem Schienenstrang zu verkraften. Sowohl im Bereich Deutsche Bahn als auch privater Schienenverkehrsunternehmen waren im letzten Jahr bundesweit mehr als 2000 Fälle bekannt geworden.
Unter Verweis auf steigende Verunsicherungen infolge der weltpolitischen Lage warnte auch DGB-Regionalleiter Mathias Eckardt (Coburg) vor einer Zerschlagung des Konzerns Deutsche Bahn. "An der aktuell laufenden Regierungsbildung sind Parteien beteiligt, die der Bahn nicht gut gesonnen sind" führte der früher in der EVG aktive Funktionsträger aus. Lobend erwähnte Eckardt den kürzlich von DB Netz in Lichtenfels fertiggestellten Stützpunktneubau und eine ab Dezember 2017 zu erwartende Aufwertung des Bahnhofs Coburg zum ICE Systembahnhof.
An die Adresse der nach Lichtenfels gekommenen Jubilare aus dem weit greifenden Einzugsbereich dankte Ortsversitzender Stephan Kosse (Litzendorf) für die unter Beweis gestellte Treue zur Gewerkschaftsarbeit. Lobend erwähnte er die ehrenamtlichen Helfer, die in den Ortsstellen bei der Mitgliederbetreuung hervorragende Arbeit leisten
Für die Jubilare lagen Urkunden, Ehrennadeln und nach Mitgliedsjahren gestaffelte Dankeschönpräsente bereit. Vor allem die Generation der aktiven Mitarbeiter war durch Schichtdienstverpflichtungen abgehalten, ihre Ehrung persönlich entgegenzunehmen. Aus dem Raum Kronach/Frankenwald standen in den Namenslisten:
Für 25 Jahre: Hermine Böhnlein Kronach), Andrea Heinritz (Marktrodach)
40 Jahre: Josef Pfadenhauer (Pressig), Harald Wich (Stockheim)
50 Jahre: Reinhold Renk (Stockheim),
60 Jahre: Erwin Dannreuther (Kronach), Walther Fick (Ludwigsstadt), Josef Müller (Pressig), Bruno Schneider (Steinbach am Wald), Alois Wachter (Stockheim), Helmut Wenzig (Küps)
70 Jahre: Fritz Lehnhardt (Pressig) kos