Als Adolf Tutor, Hermine Gehringer und Theresia Kurz im Jahr 1943 unter dem gebürtigen Marktzeulner Pfarrer Josef Hotzelt in der Kirche Sankt Johannes der Täufer zum ersten Mal an den Tisch des Herrn gingen, steuerte Deutschland gerade auf die größte Katastrophe seiner Geschichte zu. Der Glaube gab ihnen in all den Jahren die Kraft, trotz etlicher Tiefschläge nicht aufzustecken und mit Zuversicht anzupacken.
Das Wiedersehen am Ostermontag dieses Jahres, genau 75 Jahre später, war geprägt von großer Freude, aber auch von Wehmut, denn nicht alle Weggefährten von damals haben diesen Ehrentag erleben dürfen. In seiner Predigt zog Pfarrer Kurian Chackupurackal Parallelen zwischen der Geschichte von Prophet Elia und dem Ginsterbusch aus dem Lukas-Evangelium und den Jubelkommunikanten. So gebe es auch im Leben der Jubelkommunikanten gute Menschen, die einen immer wieder ermutigten. Das Leben habe seine Höhen und Tiefen, doch Gott sei immer bei den Menschen und ermutige: "Doch, du kannst!"
Für die Jubelkommunikanten, die vor 25, 40, 60, 70 und eben 75 Jahren erstmals an den Tisch durften, gab es als Dankeschön eine Rose. Auch Kirchenpfleger Siegfried Bauer sprach Worte des Dankes. Im Pfarrheim wurde dann dank alter Fotos und Geschichten von anno dazumal so manche Erinnerung lebendig. Martina Drossel