In ihrer Sitzung Familienfreundliches Bayern fordern die Freien Wähler Kronach, mehr Geld in unsere Kinder zu investieren. In einem Vier-Punkte-Programm sollen die notwendigen Weichen auf Landesebene gestellt werden.
"Kinder sind unsere Zukunft", eröffnete der Landtagskandidat der Freien Wähler, Michael Zwingmann, die Sitzung Familienfreundliches Bayern der Freien Wähler Kronach. Gerade die ersten Jahre bis zum Ende der Grundschulzeit sind aus Sicht Zwingmanns die entscheidenden Jahre für unsere Kinder. Deshalb sei es unbedingt notwendig, in den ersten Lebensjahren Zeit und Geld für die Kinder zu investieren. Das Vier-Punkte-Programm umfasst eine kostenlose Kinderbetreuung für Familien, eine Anpassung des Anstellungsschlüssels und eine Attraktivitätssteigerung für den Beruf Erzieher/in, mehr Grundschullehrer sowie kleinere Schulklassen, als auch eine Weiterführung des Projekts bilingualer Klassen in der Grundschule.
Viele junge Familien müssten sich ganz genau überlegen, ob sie sich Kinder überhaupt leisten können. Das dürfe heute keine Fragestellung mehr sein. Zwingmann fordert deshalb eine schrittweise Einführung der kostenlosen Kinderbetreuung bis ins Grundschulalter. Neben der finanziellen Unterstützung müsse auch die Randzeitenbetreuung weiter ausgebaut werden, damit Berufstätigen die notwendige Flexibilität erhalten.
Ein besserer Anstellungsschlüssel bedeute im Umkehrschluss, dass in einer Gruppe mehr Erzieher für die Kinder zur Verfügung stehen. Viele Erzieher erhielten gerade in den ersten Jahren befristet Verträge, da meist zum Ende eines Kindergartenjahres noch nicht klar ist, welche Auslastung im nächsten Jahr zu erwarten ist. Die Träger der Einrichtungen und die Erzieher benötigten eine Perspektive, um für die Zukunft sicher planen zu können, sonst laufen wir im ländlichen Raum Gefahr, dass diese Fachkräfte in die Ballungsräume ziehen.
Gerade an den Grundschulen müssen mehr Stellen geschaffen werden, um die Lehrkräfte zu entlasten und somit eine intensivere Betreuung der Kinder zu ermöglichen. Aufgrund von großen Klassenstärken bleibe sehr oft die individuelle Betreuung auf der Strecke. Deshalb ist es notwendig die Klassenstärken zu reduzieren und mehr Lehrerstellen zu schaffen.
Im Grundschulalter lernen die Kinder noch spielend und motiviert. Aus diesem Grund sollte nach dem Willen der Freien Wähler das Projekt der bilingualen Klasse an den Grundschulen weitergeführt und ein fester Bestandteil des Lehrplanes werden.
"Für uns als Freie Wähler muss zukünftig noch besser der Dialog zwischen Politik und den Einrichtungen Kindergärten und Schulen gesucht werden, denn nur so kann man alle Punkte genau beleuchten und Lösungen finden", unterstrich Bianca Rohde, die sich auch aktiv im Elternbeirat engagiert. hs