Die aktuelle Ausstellung im Wallfahrtsmuseum " Frauen für den Frieden", die bis einschließlich Juni zu sehen ist, wird durch ein attraktives Programm - von Regina Urban als "Alltagspausen für den Frieden" bezeichnet - umrahmt. Mit Kurzreferaten oder Lesungen wird das Thema der Ausstellung vertieft und in anschließenden Diskussionen lebhaft erörtert.

Zum Tag des Friedensnobelpreises und der Menschenrechte hatte Regina Urban referiert. Noch im Dezember hatte Rosi Heinlein die Friedenspreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia vorgestellt. Die Afrikanerin hat sich als Umweltaktivistin und Frauenrechtlerin einen großen Namen gemacht und 2004 den Friedensnobelpreis erhalten. Als damals jüngste Nobelpreisträgerin war 1992 Rigoberta Menchu aus Guatemala, die sich für faire Arbeitsbedingungen und die Rechte der indigenen Völker bis heute einsetzt, ausgezeichnet worden. Hermine Haas las zuletzt aus einem ihrer Werke vor und leitete damit in eine lebhafte Diskussion der knapp 30 Besucher über. Mit einem stimmungsvollen Ulmentanz beschloss man den Nachmittag.

Auch in den kommenden Wochen sind spannende Nachmittage angesagt. Am Sonntag, 27. Januar, spricht Gabriele Popov, Witwe des unvergeßlichen russischen Clowns Oleg Popov, zum Thema "Presse und Propaganda - Erlebnisse der Friedensfrauen".

Anke Raabe setzt sich am Sonntag, 10. Februar, mit gesellschaftspolitischen Fragen zum Thema Glück auseinander. Sie wird auf die besondere Bewertung von Besitz und Eigentum in Europa und die unglückliche Entwicklung in Amerika, Afrika oder Indien aufmerksam machen.

Im Mittelpunkt der Alltagspausen für den Frieden steht am Sonntag, 24. Februar, Mutter Theresa mit einem Lesestück, das Marion Steinhäußer näherbringt. Jeweils um 15.30 Uhr beginnen die Veranstaltungen im Wallfahrtsmuseum. red