Mehr als ein Tourist sein! Nicht nur in den Unterricht, sondern auch komplett in das französische oder deutsche Leben eintauchen. Ein Schüleraustausch ist der beste Weg, um das Land und die Menschen richtig kennenzulernen und Tag für Tag seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Dies erlebten 27 französische Schüler, die für eine Woche in Familien und an der Wallburg-Realschule Eltmann zu Gast waren.
Die Eltmanner Schüler freuen sich jetzt schon darauf, im Oktober zum Gegenbesuch nach Saint-Paul Trois Châteaux zu fahren. Das ist die Partnerstadt von Eltmann.


Zum sechsten Mal

Vor über 40 Jahren hat die Partnerschaft von Saint Paul Trois Chateaux, einer kleinen südfranzösischen Stadt mit rund 9000 Einwohnern, und Eltmann begonnen. Zum sechsten Mal findet heuer der Austausch der Schüler statt.
Seit 2013 gibt es diesen Schüleraustausch, der auf Eltmanner Seite von dem Französisch-Beauftragten der Wallburg-Realschule, Günter Kerschensteiner, organisiert wird. In diesem Jahr hat Eltmann den Schüleraustausch erstmals auch für Schüler geöffnet, die nicht der Wahlfachgruppe Französisch angehören und deswegen im Unterricht noch kein Französisch haben. Hintergrund ist eine Schulreform in Frankreich vor zwei Jahren, bei der die Schüler dort gleichzeitig mit der deutschen und der englischen Sprache beginnen können.
An der Partnerschule in St. Paul ist das Interesse an Deutsch groß, aber seit der Reform konkurriert im Stundenplan das Fach Deutsch mit dem Fach Sport. Trotzdem haben sich 27 Schüler aus Frankreich entschlossen, am Schüleraustausch teilzunehmen. Auf Eltmanner Seite waren es 25 Realschüler.


Begeistert vom Public Viewing

Einer von ihnen ist Simon Schlee aus Breitbrunn, der aus der musisch-gestalterischen Wahlpflichtgruppe kommt. Er hatte über den Sport und Fußball bereits Verbindung zum Partnerschaftsdistrikt Tricastin und mit der Haßfurter Partnerstadt Pierrelatte; er war bereits eine Woche dort zu einem Fußballturnier. Im Gegenzug hatte seine Familie zwei junge französische Fußballer aufgenommen und das hat Simon gefallen. "Natürlich ist so ein Schüleraustausch mit Schule am Vormittag und Programm am Nachmittag sehr anstrengend... Auch mein Papa ist eingesprungen, der etwas Französisch kann. Wenn man langsam miteinander und hochdeutsch spricht, dann ging das schon, und außerdem haben wir uns auch in Englisch ausgetauscht", schildert Simon.
Und weiter: "Das deutsche Essen mögen sie alle und völlig begeistert war mein Partner vom Public Viewing in Bamberg auf dem Maxplatz, denn so etwas hatte er noch nicht erlebt."


Große Vorfreude

Die zwölfjährige Jara Jeschke aus Stettfeld zeigte sich begeistert von der Woche mit ihrer französischen Partnerin. "Ich freue mich schon mega darauf, wenn wir im Oktober diesen Besuch erwidern." gg