In Zusammenarbeit mit der Mudra-Drogenhilfe und der Martin Bauer Group in Vestenbergsgreuth startet die Erlanger Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich (SPD) eine Schulaktion, die junge Menschen auf die Risiken und Gefahren des Konsums von Kräutermischungen aufmerksam macht.
Schwindel, Atemnot, Kreislaufprobleme, Halluzinationen, Panikattacken, Bewusstlosigkeit, Herzstillstand oder sogar der unmittelbare Tod - die Liste der Nebenwirkungen der sogenannten Legal Highs ist erschreckend. Dennoch konsumieren vor allem junge Menschen diese gefährlichen Substanzen. Mit Kräutern haben die hochgefährlichen Mischungen rein gar nichts zu tun. Die in bunten Tütchen verpackten Mischungen bestehen aus wirkungslosen Pflanzenteilen, denen synthetisch hergestellteWirkstoffe zugesetzt werden. Was genau in den Tüten steckt, weiß keiner.


Maba spendiert 1000 Päckchen

Adolf Wedel musste gar nicht lange überlegen, als Martina Stamm-Fibich ihn über ihre Aktion informiert: "Keine Frage, wir machen mit. Für uns ist das ein Teil der sozialen Verantwortung, die wir als Unternehmen wahrnehmen", sagte der Geschäftsführer der Martin Bauer Group. 1000 Päckchen fränkischer Kräutermischung stellt der Unternehmer im ersten Anlauf für die Aktion zur Verfügung. Fränkischen Kräutertee wohlgemerkt. Denn Tee ist das Einzige, "was ich unter einer richtigen Kräutermischung verstehe", sagt Stamm-Fibich.
Als ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss sind ihr die Probleme des Konsums und des Missbrauchs der "Legal Highs" bekannt. Mit der Unterstützung der Mudra und der Martin Bauer Group will sie neben der regelmäßigen politischen Bildung in Schulen verstärkt auf die Gefahren des unkontrollierten Umgangs mit Drogen aufmerksam machen. "Wir müssen noch mehr Bewusstsein schaffen und Aufklärung leisten", fordert die Erlangerin. Bei ersten Besuchen in Erlanger Schulen stellte sie oft betroffenes Schweigen fest, wenn sie die Schüler mit dem Thema Kräutermischungen konfrontierte: "Alle wussten Bescheid. Aber vielen ist immer noch nicht klar, dass die Risiken des Konsums unkontrollierbar sind und irreparable Schäden hervorrufen können."
Die "Fränkische Kräutermischung - Tee und sonst nix" soll die Jugendlichen augenzwinkernd zum Nachdenken anregen. Zusätzlich zum Tee gibt es eine Infobroschüre, die kurz und prägnant über die Zusammensetzung und Risiken der Drogen informiert. Ein Mitarbeiter der Drogenhilfe wird gemeinsam mit Martina Stamm-Fibich den Unterricht besuchen. red