von unserem Redaktionsmitglied 
Michael Busch

Erlangen — Wenn etwas Gutes passiert, sollte man darüber berichten. Vor allem, wenn dieses Gute in einem Bereich passiert, der sonst eher öffentlichkeitsscheu ist.
Am Donnerstag hatten der Fränk ische Tag und Infranken.de auf der Bergseite darüber berichtet, dass die vielen Rettungskräfte am Berg sich ihre Getränke selber kaufen müssen. Weder die Getränkelieferanten, noch Wirte oder Schausteller fühlten sich bemüßigt, das Ehrenamt mit Getränken zu unterstützen.
"Wir wussten das gar nicht", sagt Tucher-Gebietsverkaufsleiter Franz Groha. Er sei nach dem Artikel vom Pressesprecher der Schausteller Dieter Germann angesprochen worden, der wiederum den Artikel über dieses Manko im Fränkischen Tag gelesen hatte. "Und da war es für uns völlig klar, dass da etwas getan werden muss."
Immerhin nehmen sich die vielen Helfer vom Roten Kreuz, vom ASB, von der Feuerwehr, meistens Urlaub, um dem ehrenamtlichen Dienst nachzugehen. Gerade die heißen Tage am Wochenende hätten viel Engagement gekostet, weiß Kreisbereitschaftsleiterin Elke Hartmann vom Roten Kreuz zu berichten. "Wir trinken Unmengen an Wasser weg, um nicht selber zum Notfall zu werden."

Versprechen fürs nächste Jahr

Groha hätte als Gebietsleiter der großen Brauerei natürlich auch ein paar Fässer Bier spendiert, aber "das kommt den Hilfskräften wohl nicht so entgegen". Daher seien es 800 Flaschen Wasser, die gestern früh frisch an die Rot-Kreuz-Station im Schützenweg angeliefert wurden.
"Das bleibt nicht alles bei uns", erklären die beiden Rotkreuzler Hartmann und der stellvertretende Leiter des Rettungsdienstes, Thomas Heide loff. Direkt nachdem die Kisten abgeladen waren, wurden die Kisten an die weiteren Stationen der Rettungskräfte verteilt. So profitieren weiterhin von der Wasserspende der ASB und die Feuerwehr. Groha findet es gut, weil die Helfer ja dauerhaft im Einsatz sind für die Leute am Berg, aber auch für die Veranstalter. "Das muss wirklich nicht sein, dass die dann auch noch das Wasser selber bezahlen müssen." Und eine Zusage macht Groha auch noch: "Nächstes Jahr werden wir gleich von Anfang daran denken und diese Sendung mit einplanen. Tucher unterstützt selbstverständlich diese wichtigen Einrichtungen am Berg!"
Heideloff ist begeistert: "Das ist das erste Mal in 30 Jahren Berg, dass wir eine solche Spende bekommen." Der Fränkische Tag, der Pressesprecher Dieter Germann und Tucher haben gezeigt, dass man auch bei einer Traditionsveranstaltung wie dem Berg noch etwas bewegen kann.