Philipp Bauernschubert

In einer Sitzung Ende April hatte der Gemeinderat Thundorf den Ersten Bürgermeister Egon Klöffel bevollmächtigt, die Vergabe der Vorsorgeuntersuchungen und die Planungsleistungen zur Machbarkeitsstudie für das ehemalige Forsthaus an das Architekturbüro Perleth aus Schweinfurt zu vergeben.
Nach mehreren Ortsterminen mit dem Gemeinderat und Fachbehörden wurde vom Büro dieses Machbarkeitsgutachten erstellt und eine Bestandsuntersuchung durchgeführt sowie ein Holzgutachten und Bestandspläne angefertigt. Nach Sammlung und Auswertung aller Daten wurden diese im Entwurf diversen Fachbehörden, wie unter anderem dem Bezirk Unterfranken, LAG Management des Landkreises Bad Kissingen und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vorgelegt und abgestimmt.
Angedacht ist, dem Haus eine multifunktionale Nutzung zu geben, als Haus der Begegnung und Unterhaltung mit einer Ausstellungsfläche, beziehungsweise einem Informationszentrum über das kommunale Braurecht im Obergeschoss. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wurde in der Sitzung durch Christina Wichmann und Frank Kriebel vom Büro Perleth vorgestellt. Es wurde festgestellt, dass der Ursprung aus dem Sommer 1785 und eine weitere Schlagphase aus dem Sommer 1746 stammt. Neben den Farbbefunden war die holzschutzstechnische Stellungnahme zum Dachgeschoss mit Befallsspuren des Hausbocks, Pilzbefall und erkennbaren Feuchtigkeitsspuren eine wichtige Erkenntnis. "Nach der ersten Durchsicht können die geplanten Maßnahmen - Forsthaus, Lager und Neugestaltung der Außenfläche - als grundsätzlich förderfähig angesehen werden, vorbehaltlich einer Antragsprüfung", sagt Wichmann.


Abstimmung unumgänglich

Diese Voraussetzung ist die Einarbeitung eines interkommunal abgestimmten Daseinsvorsorgekonzeptes der Allianz Schweinfurter Oberland und die Festlegung eines Daseinsvorsorgegebietes durch Beschluss des Gemeinderates. Förderungen sind zum einen durch die Städtebauförderung, beziehungsweise vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege möglich. Mit beiden möglichen Fördermittelgebern wäre eine Abstimmung unumgänglich. Diese erfolgt allerdings erst im konkreten weiteren Planungsprozess. Die weitere Vorgehensweise liegt nun in den Händen der Gemeinde.
Ab sofort gibt es zwei neue Förderinitiativen des Freistaats Bayern für die Kommunen, die Flächen sparen wollen. Mit der Initiative "Innen statt außen", sollen Gemeinden beim Flächensparen unterstützt werden. Die Förderung beträgt 80 Prozent der förderfähigen Kosten für die Belebung von Orts- und Stadtkernen. Damit soll erreicht werden, dass leerstehende Gebäude und Brachen revitalisiert werden, durch Modernisierung und Instandsetzung. Bei der Inanspruchnahme müsste die Gemeinde einen Eigenanteil von 20 beziehungsweise nur zehn Prozent selbst stemmen, den Rest übernimmt der Freistaat.
Für den Gemeinderat Thundorf stellte sich die Frage, ob diese Förderung in Anspruch genommen werden soll. Der Termin, 16. Juli 2018, wurde von der Regierung von Unterfranken um ein Jahr verlängert. "Somit könnte als Maßnahme das Forsthaus in Thundorf als Einzelmaßnahme angemeldet werden", sagte Bürgermeister Klöffel.
Kommandant und 1. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Thundorf, Lothar Seufert, hat bei der diesjährigen Bürgerversammlung die Sanierung des schadhaften Daches vom Feuerwehrhaus in Thundorf angesprochen. Dieses ist durch unsachgemäß ausgeführte Dacharbeiten vor vielen Jahren seit längerem schadhaft und bietet sogar einem Marder Zugang, der sich eingenistet hat. Laut Bürgermeister Klöffel wäre eine Sanierung nur durch das Verschalen mit Brettern möglich. In diesem Zusammenhang könnten dann gleich noch eine Lage Holzweichfaserplatten zur Dämmung aufgebaut werden.
Der Gemeinderat beauftragt hierzu Bürgermeister Egon Klöffel, aussagekräftige Kostenangebote einzuholen. Des Weiteren soll die noch nicht vorliegende Haushaltsaufstellung abgewartet werden.


Angebot für Feuerwehrhaus

Im Feuerwehrgerätehaus Theinfeld laufen bereits diverse Umbaumaßnahmen, die für die Unterstellung eines neuen Einsatzfahrzeuges nötig sind. Zusätzlich sollen noch eine Nebeneingangstüre sowie ein Fenster eingebaut werden. Ein entsprechendes Angebot der Firma Metall- und Fensterbau Werner Schmitt aus Theinfeld wurde vom Ersten Bürgermeister Klöffel eingeholt und beläuft sich auf brutto 3240,37 Euro. Aufgrund dieses Angebotes erteilt der Gemeinderat der Firma Schmitt, Theinfeld, den Auftrag.