Insgesamt 50 junge Talente sind am Freitag feierlich in das Programm "Talent im Land - Bayern" (TiL) aufgenommen worden. Sie werden in den nächsten Jahren vom Bayerischen Kultusministerium und der Robert-Bosch-Stiftung auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife unterstützt. Einer der Stipendiaten ist Fabian Hahn, Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums in Kulmbach.
Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner und Dagmar Wolf, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert-Bosch-Stiftung, überreichten im Rahmen eines Festakts in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche die Urkunden an die neuen Stipendiaten. Trautner sagte: "Wir wollen mit den Stipendien junge Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, beispielsweise ihrer Migrationsgeschichte, Hürden zu überwinden haben, dabei unterstützen, ihre besonderen Talente zu entfalten. Unsere bisherigen TiL- Stipendiaten sind lebendige Beispiele für gelingende Bildungswege. Sie sind damit auch Vorbilder für andere."


Bildung fördert Integration

"Junge Talente dürfen nicht darunter leiden, wenn zu Hause keiner bei den Hausaufgaben helfen kann oder das Geld für eigene technische Experimente oder den Musikunterricht nicht ausreicht", so Wolf. "Deshalb setzen wir uns mit dem Programm ,Talent im Land' für begabte junge Menschen ein und begleiten sie auf ihrem Weg zum Abitur." Ziel des Programms "Talent im Land - Bayern" sei es, dass mehr junge Menschen, die aufgrund ihrer Biografie besondere Herausforderungen zu meistern haben, die Fachhochschul- beziehungsweise allgemeine Hochschulreife erreichen.
Die Grundüberzeugung des Programms dabei lautet: "Bildung fördert Integration. Wir fördern Bildung." Eine Jury mit Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft wählt seit 2005 bis zu 50 neue Stipendiaten eines Jahrgangs aus. Zunächst richtete sich das Programm an Schüler mit Migrationshintergrund.
Seit 2014 steht TiL auch Schülern ohne Zuwanderungsgeschichte offen. Das Programm wird vom Bayerischen Kultusministerium gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung getragen.
Die Stipendiaten werden im Rahmen von "Talent im Land" auf ihrem individuellen Bildungsweg begleitet. Sie erhalten ein monatliches Stipendium, werden persönlich betreut und mit einem umfassenden Bildungsangebot gefördert. Es umfasst Seminare, Studientage und Reisen. Das Programm zählt zurzeit 138 Stipendiaten. red