Die zweite Mannschaft des HC Forchheim hat sich beim SC Uttenreuth klar durchgesetzt und steht in der Handball-Bezirksklasse West vor dem letzten Spiel am Samstag um 19.30 Uhr gegen die SG Erlangen/Baiersdorf II als Vizemeister fest. Gegen das Schlusslicht mühte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Sauer im Hinspiel zu einem 27:24, in eigener Halle ist die Bilanz aber makellos. Da die Forchheimer den direkten Vergleich mit dem TSV Röthenbach aufgrund eines Treffers weniger verloren haben, steigt der TSV als Meister auf, während der HC in die voraussichtlich Ende April stattfindende Relegation muss.


Männer, Bezirksklasse West

SC Uttenreuth -
HC Forchheim II 28:33
Beim letzten Auswärtsspiel der regulären Saison in der Emmy-Noether-Halle in Erlangen-Bruck herrschten Kühlschranktemperaturen. Der Schiedsrichter absolvierte sein Aufwärmprogramm in Winterjacke. Den Gästen war nicht nur der Frost, sondern auch der Frust über den verpassten direkten Aufstieg anzumerken. Zudem trat Forchheim mit reduzierter Bank an, so dass selbst Torhüter William Schuppenhauer seine vornehm blassen Waden ins kurze Dress eines Feldspielers zwängte.
Der HC entwickelte vor allem über die beiden Halbspieler Matthias Erlwein und Michael Klingert immer wieder Angriffswucht und durchdrang so die Uttenreuther Abwehrreihe. Wurden die beiden doch gebremst, fanden sie meist einen Abnehmer auf Rechtsaußen, in der Mitte oder am Kreis. In das gelungene Offensivspiel mischte sich allerdings hin und wieder ein überhasteter Angriff. Bis Mitte der ersten Halbzeit bauten die Gäste den Vorsprung sukzessive aus, danach schalteten sie einen Gang herunter und verwalteten den Abstand bis zur Pause (12:16).
In den zweiten 30 Minuten zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild wie kurz vor dem Seitenwechsel: Forchheim verwaltete und ließ den Gastgeber nicht näher als auf drei Tore herankommen. Die kurze Hochphase der Königsstädter in der zweiten Halbzeit, als sie sich zwei Mal auf sieben Tore absetzten, wurde durch die Verletzung von Matthias Erlwein kurzzeitig unterbrochen.


Kuhn hängt Schuhe an den Nagel

Der SCU zeigte teilweise, warum er gegen Röthenbach nur mit zwei Toren Unterschied verlor und steckte nie auf. Letztendlich war der Sieg des HC aber nicht mehr in Gefahr. Nach der Partie setzten sich alle Akteure zu einem Bier zusammensetzen und verabschiedeten den Uttenreuther Ronald Kuhn in den Handballruhestand. red
HC: Neubauer, Farra- Köberlein (1/1), Zirngibl (7), Klingert (9/3), Schuppenhauer, Metzger (4), Lammel (3), Stöckl (3), Sauer, M. Erlwein (6)