Die ganze Familie sei unheimlich stolz und glücklich, dass Leon "bei euch in die Schule gehen durfte". Schule und Tagesstätte seien immer ein Stück daheim, ein Stück Familie gewesen. Mit rührenden Worten bedankte sich Christiane Schöller beim Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Lebenshilfe Haßberge, das am Dienstag sieben junge Menschen, darunter ihren Sohn Leon, nach zwölf Jahren Schulzeit in einen neuen Lebensabschnitt entließ.
Dabei lobte Schöller, die beim Abschlussgottesdienst in der Unterhohenrieder Pfarrkirche unter dem Motto "Unser Weg durch dick und dünn" (zelebriert von Diakon Manfred Griebel) als Vorstandsmitglied und Mutter eines Schülers sprach, vor allem das fürsorgliche Engagement aller Lehrkräfte, der Erzieher und Kinderpfleger, der Therapeuten oder sonstigen Angestellten der Einrichtung in Sylbach. Alle hätten einen großen Anteil daran, dass aus den Kindern und Jugendlichen "so tolle junge Menschen geworden sind", hob die 51-Jährige stellvertretend für viele Eltern hervor.
Schulleiterin Alexandra Krines-Beßler war bei der offiziellen Feier im Foyer der Lebenshilfe, wo es von den Klassenlehrern Daniel Serfas und Thomas Lilge im Anschluss auch die Zeugnisse und kleine Abschiedsgeschenke gab, sichtlich stolz auf Lea Lang (Dankenfeld), Luca Saße (Heubach), Jonas Baumüller (Fürnbach), Dayan Hein (Albersdorf), Hannes Schwemler (Prappach), Leon Schöller (Humprechtshausen) und Sebastian Porzner (Unterpreppach, konnte nicht anwesend sein). Sie hätten es geschafft: "Der Weg der Schulzeit ist zu Ende, ein neuer Weg, der Weg ins Berufsleben, soll nun beschritten werden."
Dieser beginnt für die meisten der Jugendlichen ab September oder Oktober in der Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt in Augsfeld. Aber auch ein Baumarkt, ein Bauhof oder eine Tagesförderstätte sind neue Ziele.
Gute Wünsche gab es noch von Isolde Martin, Leiterin der angegliederten Tagesstätte, in der es für die Schüler in der unterrichtsfreien Zeit in erster Linie um Sport, Spiel, Musik, kreatives Gestalten oder einfach nur Faulenzen ging. Mit zahlreichen Seifenblasenperlen, der Erinnerung an viele schöne Erlebnisse und dem Wunsch nach "Sonnenstrahlen, um den Augenblick genießen zu können und sich Zeit zu nehmen", verabschiedete sich die Tagesstätte.
Und Schülersprecher Fabian Münch sowie Maximilian Hurtig wünschten ihren ehemaligen Klassenkameraden nichts Gutes: "Nein, wir wünschen euch das Beste. Neben Glück auch Erfolg. Findet eure Wege, findet neue Wege. Vielleicht bringen sie euch eines Tage wieder hierher zurück."


"Tolle Arbeit geleistet"

Zuletzt richteten Christiane Schöller, Alexandra Krines-Beßler sowie Isolde Martin auch ein dickes Dankeschön an Antonia Gehring und Luise Hertlein, die im Schuljahr 2017/2018 ein Jahrespraktikum ableisteten und dabei hervorragende Arbeitsmoral zeigten. Verabschiedet wurden zudem Studienreferendarin Lisa Perseke, Erzieherin Miriam Pfister und Kinderpflegerin Katharina Weidinger, die im Sylbacher Steigpfad 4a "tolle Arbeit" geleistet hätten.
Für die passende musikalische Umrahmung sorgte eine kleine Bläsergruppe (Leitung: Robert Schuler) sowie der Schulchor (Thomas Lilge). Eine "Teller"-Einlage hatte die Jonglier-Gruppe parat.