Enttäuschend verlief die ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins des Deutschen Schustermuseums Burgkunstadt: Alle anderen Vorstandsposten wurden besetzt, doch niemand war bereit, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.

Bei der turnusgemäßen Hauptversammlung am 28. März war der Tagesordnungspunkt Neuwahl auf den September verschoben worden. Ziel sei dabei gewesen, mit der Wahl eines neuen Vorstands diesen mit der Schusternacht am 19. Juli nicht gleich zu überlasten, erklärte Zweiter Vorsitzender Peter Heib. Die Schusternacht hat sich zum zweitgrößten Bürgerfest in Burgkunstadt entwickelt. Besonders finanziell ist sie heuer, organisiert von Rudi Fetzer und Karl-Ludwig Bergmann, mit fast 5000 Euro an Einnahmen und Spenden sehr lohnenswert gewesen.

Auch Bürgermeisterin lehnt ab

Mögliche Kandidaten für den Vorsitz hatten auch kurzfristig abgesagt. Zweiter Vorsitzender Peter Heib bedauerte auch, dass sich in den über 25 Jahren Förderverein niemand seitens des Stadtrates für eines der beiden Ämter entscheiden konnte. Deshalb sei es umso bedauerlicher, dass Sabine Heppner das Amt als Vorsitzende aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Er sei der Meinung, dass die Stadt als Eigentümer des Schustermuseums einen direkten Ansprechpartner aus dem Förderverein brauche.

Bürgermeisterin Christine Frieß führte aus, dass gerade nach dem Umbau des Schustermuseums die eingetretene Situation mehr als schade sei. Immerhin sei das Deutsche Schustermuseum ein Aushängeschild für Burgkunstadt.

Altbürgermeister Heinz Petterich war der Meinung, dass in dieser Situation auch die Stadt mit der Bürgermeisterin an der Spitze gefordert sei, und schlug sie als Vorsitzende vor, was diese jedoch ablehnte. Auch Stadtrat Achim Ruß und die Vorsitzende der Kulturgemeinde, Marion Konrad, lehnten eine Kandidatur ab.

Gewählt wurde trotzdem ein Vorstand mit Zweitem Vorsitzenden Jürgen Birk, Schatzmeister Karl-Ludwig Bergmann, Schriftführer Reinhold Huth sowie den Beisitzern Ingrid Kohles, Elke Fehn und Heinz Petterich. rdi