Einstimmig beschloss der Kreisausschuss die Ersatzbeschaffung für einen Einsatzleitwagen der kreiseigenen Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Zuvor stellten deren Leiter Ralf Weidenhammer und seine Stellvertreter André Stadelmann und Thomas Frashek die Neukonzeption vor.

Nicht mehr zeitgemäß

Das bisherige im Jahre 2003 erworbene Fahrzeug sei sehr gut gepflegt, aber es entspreche weder funktionell noch einsatztaktisch den aktuellen Anforderungen. Das Fahrzeug, so Stadelmann, wurde für den Analogfunk ausgestattet, die Technik sei weit überholt. Eine Großschadenslage könne damit nur sehr ungenügend abgearbeitet werden.

Wie die aktiven Feuerwehrmänner weiterhin ausführten, habe sich die Führung bereits nach Ersatz umgesehen. Als sehr geeignet erweise sich der neue Einsatzleitwagen der UG-ÖEL aus Eichstätt - ein 7,5-Tonner mit drei Achsen und drei Funkarbeitsplätzen sowie einem Besprechungsraum. Der Wagen könne auch am Tag der Einweihung des Feuerwehrzentrums in Kronach begutachtet werden.

Reinhold Heinlein (CSU) wies auf das Engagement der aktiven Feuerwehrkameraden hin. Ohne deren Einsatz würden die modernsten Fahrzeuge keinen Nutzen bringen. Edith Memmel (Grüne) sprach von einer technikbegeisterten Jugend. Die Anschaffung eines zeitgemäßen ELW könnte eventuell den Nachwuchs begeistern. Auch Stefan Wicklein (FW) sprach von einer notwendigen Anschaffung. Er hoffe, dass dieses Fahrzeug allerdings möglichst nie zum Einsatz komme.

Mit rund 240 000 Euro an Investitionskosten wird gerechnet. Er gehe von einer Förderung in Höhe von 100 000 Euro aus, so Landrat Klaus Löffler. Er schlug vor, die Ausschreibung noch in diesem Jahr vorzunehmen und die dafür erforderlichen Haushaltsmittel im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen.

Einstimmig wurde auch dem Vorschlag gefolgt, das bisherige Fahrzeug nach der Ersatzbeschaffung an die Feuerwehr Rothenkirchen zu übergeben. Die Kosten für dieses kreiseigene Fahrzeug werden auch weiterhin durch den Landkreis übernommen.

Einstimmig sprach sich das Gremium für die Mitgliedschaft des Landkreises im Verein Geopark Schieferland in Franken aus. Es entstehen keine Mitgliedsbeiträge. Ziel des Vereins ist es, die geologischen Besonderheiten und die Schönheit der Landschaft zu sichern.

Einstimmig wurden auch die überplanmäßigen Ausgaben im Haushaltsjahr 2018 genehmigt, die mit 537 379 Euro im Verwaltungshaushalt und mit 270 912 Euro im Vermögenshaushalt vorhanden sind. Über 431 000 Euro besteht eine direkte Gegenfinanzierung. Wie Kreiskämmerer Günter Daum erläuterte, liegen die Mehrkosten vor allem im Bauunterhalt begründet. Hierzu fallen beispielsweise Flachdachreparaturen an den Turnhallen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums oder der Austausch von Bodenbelägen an der Realschule II an.

Zudem gab es Mehrausgaben in der Abfallwirtschaft, bei digitalen Beschaffungen im Frankenwald-Gymnasium sowie bei den Schlussrechnungen der KC 28 in der Ortsdurchfahrt Steinberg. vs