Rosenmontag, 4. März, 9 Uhr - während zu dieser Zeit viele Menschen Fasching feierten, ging es in Breitenau etwas ernster zu. "Gewiss ein eher ernster Vor-Ort-Termin, gleichwohl nicht minder freudig: offizieller Spatenstich der Firma Schink Blechbearbeitung und Metallbau GmbH & Co.KG auf dem Betriebsgelände mit interessierten Gästen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Nicht ohne Stolz und Freude verkündeten die Geschäftsleiter Günter und Stephan Schink den Gästen, dass der Spatenstich der Start für den Neubau der dritten Produktionshalle sei. Das 840 Quadratmeter große Gebäude werde insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten. Günter und Stephan Schink erwähnten auch, dass die für den Neubau beauftragten Unternehmen alle aus dem Umkreis stammen.

Erfreulich sei auch der Anlass zu dieser Betriebsvergrößerung: die Steigerung der Produktion. Die vorhandenen Kapazitäten seien an ihre Grenzen gestoßen und zu klein dafür geworden. Erweiterungsbedarf entstehe auch ganz aktuell durch Aufträge wie Schweißkonstruktionen von 13 Metern Länge. Auch für die betriebliche Logistik sei die dritte Produktionshalle erforderlich.

Zudem profitieren auch die Mitarbeiter der Firma Schink von der Erweiterung. Die Geschäftsleitung lässt in Halle 2 neue Büro- und Sozialräume für das Personal bauen. Die Breitenauer Firma hat einschließlich der sechs Auszubildenden 50 Mitarbeiter. Als Günter und Stephan Schink vor etwa 20 Jahren den Standort der Firma von Coburg nach Breitenau verlegten, waren es erst zehn Mitarbeiter.

Wichtiger Grund der Standortentscheidung für den Bad Rodacher Ortsteil Breitenau war nach Angaben des Unternehmens, dass Seniorchef Günter Schink hier bereits eigene Flächen besaß und weiteres Gelände zügig erwerben konnte.

Topniveau vermögen die Produkte der Firma Schink vorzuweisen, heißt es weiter. Die Blechbearbeitung - nach Kundenwunsch - geschehe auf Basis moderner Laserschneidetechnik und werde bundesweit nachgefragt. "Unsere Kunden kommen unter anderem aus Freilassing bis aus dem Ruhrgebiet", so Stephan Schink. Schink beliefere Kunden der Branchen Maschinen-, Fahrzeugbau, Medizintechnik, Gehäuse- und Gerätebau bis hin zur Nahrungsmittelindustrie.

Dass sich die Firma Schink am Markt zu behaupten weiß, mag laut Mitteilung auch daran liegen, dass zu ihrem Portfolio auch das Produktdesign und Konstruktionslösungen gehören. Die Blechteile werden optisch gefällig und nach Kundenwunsch hergestellt.

Dass Bleche und Metalle eine eher kühle Ausstrahlung haben, sei zwar "naturgegeben", dabei belassen wolle es der Breitenauer Betrieb aber nicht. "Mit weiteren Produkten wie Feuerkörben wollen wir das Kalte mit Leben erfüllen", erläutert Stephan Schink. JR