28 Feuerwehrmänner und -frauen aus 13 Feuerwehren, darunter auch Einsatzkräfte aus dem Landkreis Kronach, absolvierten ein Fahrsicherheitstraining für Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen in Berg im Landkreis Hof. Hier galt es, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen, zu reagieren und das Fahrzeug sicher zu führen.

Täglich sind Fahrzeuge der Hilfsorganisationen mit Sonder- und Wegerechten unterwegs, um Menschen in Not zu helfen. Nicht immer ist es leicht, im dichten Straßenverkehr oder bei wechselnden Witterungsverhältnissen das Fahrzeug sicher zu beherrschen, wenn Eile geboten ist.

Die Fahrer tragen große Verantwortung für die Sicherheit der eigenen Kameraden, für alle anderen Verkehrsteilnehmer und nicht zuletzt auch für sich selbst. Dank der Unterstützung des bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbands ist es den Feuerwehren möglich, spezielle Fahrsicherheitstrainings auf einem abgesperrten Gelände unter Aufsicht von geschulten Instruktoren zu absolvieren.

Einen ganzen Tag lang lernten die Teilnehmer, Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen, das Verhalten der Fahrzeuge in Grenzsituationen kennen, um Gefahren besser vermeiden zu können. Trotz der mittlerweile hoch technisierten Fahrzeuge ließen sich die Gesetze der Physik, insbesondere der Fliehkräfte nicht überlisten, so die Trainer.

Zuerst kam die Theorie, dann die Praxis: Nachdem die Teilnehmer die Grundlagen der Fahrphysik vermittelt bekommen hatten, stand anschließend der fünfstündige Praxisteil. Die Teilnehmer mussten ihr Fahrzeug zunächst optimal auf sich selbst einstellen (Spiegel, Sitz und Lenkradposition) und hatten anschließend Gelegenheit, sich mit den Abmessungen ihrer Fahrzeuge vertraut zu machen, indem ein Hindernisparcours mit verschiedenen Aufgabenstellungen durchfahren werden musste. Genauigkeit stand hier im Vordergrund.

Danach ging's zur Sache: Es galt, Ausweichmanöver auf trockener, nasser beziehungsweise nass-trockener Fahrbahn zu meistern oder Vollbremsungen bei wechselnden Fahrbahnbeschaffenheiten zu schaffen. Auch das richtige Bremsen muss gelernt sein, so die Ausbilder. So mancher staunte nicht schlecht, dass sich sein Fahrzeug anders verhielt, als gedacht.

Die Lehrgangsteilnehmer waren sich einig, dass die investierte Freizeit sehr gut angelegt war. Auch die Ausbilder bekamen viel Lob - auch sie sind bei der Feuerwehr und können so die Kollegen zielorientiert ausbilden. Matthias Schuhbäck