Der Gemeinderat vergab die Baumeisterarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus, die Bauarbeiten sollen Ende August beginnen. Allerdings musste das Gremium gegenüber der Kostenberechnung eine weitere Erhöhung der Baukosten um rund 240 000 Euro zur Kenntnis nehmen. Dabei liegt das Angebot des Mindestbieters, des Bauunternehmens Schenk aus Fürth, mit rund 674 000 Euro noch 20 Prozent unter dem Zeitgebot und das Höchstgebot belief sich sogar auf über 1,2 Millionen Euro. Mit den Erdarbeiten und Fundamenten wird die Firma Schenk eine Fremdfirma beauftragen.
Wie Bürgermeister Horst Rehder und Verwaltungsleiter Martin Hofmann erläuterten, wurden bei den Erdarbeiten alle möglichen Zuordnungswerte der Bodengüte ausgeschrieben, da noch keine Klassifizierung erfolgt war. Ausgehend von dem Kennwert, der die geringste Bodenbelastung klassifiziert, sei allerdings von einer Kostenminderung von rund 40 000 Euro auszugehen.
Nach Einschätzung der Architekten muss zudem eine Baupreiserhöhung von fünf Prozent im Jahr berücksichtigt werden. Damit ergäbe sich eine aktuelle Kostenberechnung in Höhe von rund 412 000 Euro.
Die Mehrkosten sind nach Einschätzung der Planer auch auf die im Moment sehr gute wirtschaftliche Lage auf dem Bausektor zurückzuführen, das zeige auch in der starken Schwankung der Angebotspreise. Axel Gotthardt (FW) zeigte sich erschüttert über die Mehrkosten und prophezeite, das sein noch nicht das Ende der Fahnenstange. Einstimmig wurde der Auftrag zum Bau des Feuerwehrgerätehauses zum Angebotspreis von knapp 675 000 Euro an das Bauunternehmen GS Schenk vergeben.
Erfreulicher verlief dagegen die Ausschreibung der Erschließungskosten für die Abwasseranlage und Wasserversorgung des Feuerwehrgerätehauses, die mit rund 3,5 Prozent unter der Kostenberechnung blieb. Mindestbieter war die Fima Ochs Rohrleitungsbau mit knapp 154 000 Euro, Baubeginn soll bereits am 22. Mai sein. sae