Die Feuerwehr Neuses an den Eichen erhält aufgrund des Feuerwehrbedarfsplans der Gemeinde Großheirath das 20 Jahre alte Fahrzeug der Feuerwehr Rossach. Die Rossacher Wehr bekommt das wasserführende Fahrzeug aus Großheirath. Die Wehr aus Großheirath erhält ein neues Fahrzeug vom Typ LF 10, das im nächsten Monat im Werk abgeholt wird. Das künftige Fahrzeug der Neuseser Wehr ist mit einem Notstromaggregat und dem Feuerlöschsystem Ifex ausgestattet. Das Fahrzeug ersetzt damit das 36 Jahre alte Fahrzeug der Wehr. Die Wehrleute sagten bei der Hauptversammlung, das alte Fahrzeug sei in noch gutem Zustand. Auch der stellvertretende Kommandant Wolfgang Schmidt stellte fest: "Wir sind mit dem alten Fahrzeug besser bedient, denn wir kommen damit überall hin." Doch dann meinte er: "Aber wir geben uns geschlagen." Bei der - harmonischen - Diskussion wurde auch festgestellt, dass die Wehr in Neues an den Eichen sehr schnell mit einer Gruppe einsatzbereit sei, dies sollte man auch bei der Ausstattung der Wehr berücksichtigen. Denn viele Wehrangehörige seien Vollerwerbslandwirte. Bürgermeister Udo Siegel sagte, mit einem 20 Jahre alten Fahrzeug und mit dem Löschsystem Ifex sei die Wehr besser ausgestattet. Da das neue Fahrzeug nicht die Schlauchmengen aufnehmen kann wie das alte Fahrzeug, wolle die Gemeinde weitere Hydranten setzten. In gut fünf Jahren wolle man der Wehr, wenn es die finanzielle Lage erlaube, ein neues oder anderes Fahrzeug zur Verfügung stellen. Kommandant Stefan Hengel ging in seinem Bericht auf die Übungen der 27 Aktiven ein, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind. Es gab sechs Einzelübungen sowie drei gemeinsame. Außerdem wurden drei Theorieschulungen mit unterschiedlichen Themen durchgeführt. Gerufen wurde die Wehr zu einem Einsatz, der sich allerdings als Fehlalarm herausstellte. Die Wehrleute haben insgesamt 780 Stunden Feuerwehrdienst für die Allgemeinheit geleistet. Auch in diesem Jahr stehen für die Aktiven wieder das Üben und das Schulen im Mittelpunkt.

"Ich bin stolz, der Vorsitzende der Neuseser Wehr zu sein", stellte Elmar Schramm zu Beginn seines Berichts fest. Es sei im vergangenen Jahr "ein stolzes Programm mit Bravour abgearbeitet" worden. Die Wehr habe 61 Mitglieder, darunter 27 Aktive. Schramm zeigte sich erfreut darüber, dass eine ansässige Firma einen Defibrillator für den Ort gespendet hat. Er soll in der nächsten Zeit an der linken Seite des Feuerwehrhauses angebracht werden.

Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung sprach über die steigenden Anforderungen an die Feuerwehren. "Das wird nicht weniger." Er rief deshalb dazu auf, regelmäßig die Übungen zu besuchen. Zahlreiche Wehrleute wurden für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Die Laudationes hielten Kommandant Stefan Hengel und Vorsitzender Elmar Schramm. mst