Eine besondere Übung absolvierten acht Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Haßfurt. Im Brandübungscontainer der Feuerwehr Bamberg konnten sie unter realistischen Bedingungen die Brandbekämpfung und das generelle Vorgehen im Innenangriff trainieren, wie aus einer Mitteilung der Haßfurter Truppe hervorgeht.
Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz begaben sich die Feuerwehrleute in den Container. Über mehrere gasbefeuerte Brandstellen wurde der Innenraum auf mehrere Hundert Grad erhitzt. So konnten die Einsatzkräfte den Angaben zufolge hautnah erleben, wie sich die Hitze vor allem im oberen Bereich eines Raumes staut, während die Temperatur am Boden deutlich erträglicher bleibt. Auch die Schutzwirkung der Kleidung konnte durch Annäherung an die Flammen getestet werden.
Im Anschluss an die Wärmegewöhnung folgten verschiedene Einsatzübungen für die einzelnen Trupps. Das erste Team erhielt den Auftrag, eine Person (Dummy) zu retten. Nachdem sich die beiden Einsatzkräfte ihren Weg durch die Flammen "freigelöscht" hatten, fanden sie den Dummy schnell und brachten die Puppe in Sicherheit.
Neben der Menschenrettung wurden andere Szenarien geübt. Über eine Leiter durch eine Dachluke sowie über verschiedene Eingänge im Erdgeschoss drangen acht Trupps in den Container ein. Dabei übernahm jeder der acht Feuerwehrleute einmal die Rolle des Truppführers, der über das Vorgehen des Teams entscheidet, und einmal die Rolle des Truppmanns, der das Strahlrohr führt und damit den Brand bekämpft.
Für die Feuerwehren sind solche Trainingseinheiten wichtig: "Derartige realitätsnahe Übungen dienen dazu, die Einsatzkräfte an die Begebenheiten im Einsatz zu gewöhnen und sie fit für den realen Einsatz zu machen", betonen die Haßfurter. ft