Retten, löschen, bergen, schützen: So lautet der Auftrag der Feuerwehr. Damit die Großenseebacher Floriansjünger diesem im vollen Umfang nachkommen können, erhalten sie ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF). Außerdem wurde der erste wichtige Schritt beim Projekt "Neubau eines Feuerwehrgerätehauses" gemacht.

Im Haushalt 2018 waren für die Anschaffung eines Fahrzeuges 25 000 Euro bereitgestellt worden. Nach der Beschaffung eines Neufahrzeuges soll das alte LF 8 ausgemustert werden. In der jüngsten Sitzung des Großenseebacher Gemeinderates gab es darüber keine Diskussion, zumal auch die Nachbargemeinden Weisendorf und Heßdorf ebenfalls die Beschaffung eines MZF bzw. MTW beschlossen haben.

In einer interkommunalen Zusammenarbeit werden drei Fahrzeuge beschafft, die Abwicklung wird federführend vom Markt Weisendorf in Zusammenarbeit mit dem Büro CR Consulting Christian Rieck aus Stein durchgeführt. Damit übernimmt der Dienstleister die Ausschreibung und Prüfung der Angebote sowie zusammen mit den Feuerwehren die Auswahl des Fahrzeugtyps und Ausstattung, was letztendlich zu einem Rabatt beim Beschaffungspreis führt. Auch die Beschaffung der beiden HLF 20 für Weisendorf und Heßdorf war bereits auf diese Weise durchgeführt worden.

Die Freiwillige Feuerwehr Großenseebach drückt aber noch ein weitaus größeres Problem: Bei einer Besichtigung der Stellplätze im Erdgeschoss der Gemeindeverwaltung durch Kreisbrandrat Matthias Rocca wurde festgestellt, dass das bestehende Gebäude die Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr erfüllt. Die räumliche Enge minimiert die Abstände zu den Fahrzeugen und zu den Spinden. Auch können die Anforderungen an die Emissionen beim Starten der Fahrzeuge nicht mehr erfüllt werden.

Die Mitglieder des Gemeinderates waren sich einig, dass Abhilfe geschaffen werden muss. Auf der gleichen Ebene des Gebäudes befindet sich auch eine Halle des Bauhofes.

Bauhof übernimmt die Räume

Wie Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) erläuterte, bestehe entweder die Möglichkeit, dass der Bauhof auszieht, oder dass er alle Räume übernimmt und für die Feuerwehr ein Neubau erstellt wird. In der Diskussion wurde deutlich, dass das Gremium den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses vorzieht und der Bauhof die Fahrzeughalle der Feuerwehr übernehmen soll.

Schließlich wachse die Gemeinde und damit die Arbeit des Bauhofes. Auch auf die Feuerwehren kämen immer mehr Aufgaben und damit steigende Einsatzzahlen zu. Bei dem möglichen Standort eines Feuerwehrgerätehauses gingen die Meinungen etwas auseinander, so würde sich das sogenannte Rechenmachergrundstück neben dem Verwaltungsgebäude anbieten, sollte aber auch für den Gemeinbedarf frei gehalten werden. Stefan Leipold (FW) plädierte ebenso für einen Neubau wie die Kollegen quer durch alle Fraktionen, allerdings sollte ein neues Feuerwehrgerätehaus nicht an den Rand des Ortes gebaut werden, sondern schon aus Gründen der Hilfsfristen - "jede Minute kann entscheidend sein" - nahe der Ortsmitte errichtet werden.

Nach einer ausführlichen Diskussion wurde beschlossen, dass unter Mitwirkung von Fachleuten und eines Planers eine planerische Untersuchung durchzuführen und vordringlich die Standortfrage zu klären ist.