Neben den Berichten des Vorsitzenden und des Kommandanten stand der Neubau des Feuerwehrhauses bei der Jahresversammlung der Uetzinger Wehr im Vordergrund. Aber auch das 150-jährige Bestehen im Jahr 2023 war ein eigener Tagesordnungspunkt in der Gastwirtschaft "Zum Kutscher".

Dem Feuerwehrverein gehören derzeit 48 passive Mitglieder an, erklärte Vorsitzender Frank Glock. "2018 war ein arbeitsreiches Jahr. Von der Grundsteinlegung im Juli bis zum heutigen Zeitpunkt haben wir 1300 ehrenamtliche Helferstunden geleistet. Gerade in der Urlaubszeit waren bis zu 17 Helfer am Tag auf der Baustelle und für jeden hatte ,Bauleiter' Thomas Wudy eine Aufgabe", so Glock. Das schnelle Vorankommen habe man der gut organisierten Planungsgruppe zu verdanken. In mehr als 150 Stunden habe man hier über anstehende Arbeitsschritte und Gewerke diskutiert, ergänzte der Vorsitzende. Glock wünschte sich, dass beim zweiten Bauabschnitt die Beteiligung gut bleibe.

Von 33 Einsätzen der 88 aktiven Dienstleistenden, davon 13 Frauen, berichtete Kommandant Thomas Schwarz. Bei 14 Brandeinsätzen, sechs Technische Hilfeleistungen sowie zahlreiche Sicherheitswachen und Verkehrsabsicherungen waren die Feuerwehrler gefordert. Die Atemschutzgeräteträger Andreas Ultsch und Tim Dinkel besuchten an der Feuerwehrschule Würzburg den Lehrgang "Verhaltenstraining im Brandhaus". Pascal Lazarz nahm mit Erfolg an einem Atemschutzgeräteträger Lehrgang teil. 28 ausgebildete Atemschutzgeräteträger habe man mittlerweile in den eigenen Reihen, ließ Schwarz wissen. Im Rahmen des Sommerfestes feierte man 25 Jahre Jugendfeuerwehr mit verschiedenen Vorführungen. In Forchheim nahm man am Erwachsenenleistungsmarsch teil. Vier Gruppen legten das HL-Leistungsabzeichen mit Spreizer und Schere von Bronze bis Gold/grün ab.

Für die Jugendfeuerwehr stellte Jugendwart Patrik Balik die Aktivitäten der neun Jugendlichen vor. Es gab 24 Übungen, bei denen feuertechnische Ausbildungen auf dem Plan standen. Die Jugendleistungsspange legten Pascal Lazarz, Nico Dinkel und Simon Krappmann mit Erfolg ab. Ebenso nahm eine Gruppe am Jugendleistungsmarsch in Hochstadt teil.

Das 150. Gründungsfest der Ortswehr im Jahr 2023 werde man in einem würdigen Rahmen feiern, so das Ergebnis einer Abstimmung der Mitglieder. Hierfür werde man Mitte des Jahres einen Festausschuss gründen.

Bürgermeister Jürgen Kohmann dankte der stärksten Wehr im Stadtgebiet für ihre Einsatzbereitschaft und den sehr hohen Ausbildungsstand. Weiterhin ging Kohmann auf die Baustelle Feuerwehrhaus sowie auf die noch anstehende "Kulturscheune" ein. In absehbarer Zeit werde dort etwas besonderes entstehen. "Ihr baut nicht für Bürgermeister oder Stadtrat, sondern für Euch", so Kohmann.