Vier verletzte Personen und Sachschaden, der im sechsstelligen Bereich liegen dürfte, forderte ein Wohnungsbrand in der Nacht von Montag auf Dienstag. Gegen ein Uhr Nachts bemerkten die Hauseigentümer in der Oerlenbacher Wolfstraße Brandgeruch und eine starke Verqualmung ihres Hauses und begaben sich unverzüglich ins Freie, wo sie einen Notruf absetzten. Die beiden heranwachsenden Kinder, die sich im Obergeschoss befanden, retteten sich ins Badezimmer, einen der wenigen noch rauchfreien Räume des Hauses. So lautete die erste Meldung der Rettungsleitstelle denn auch, dass noch zwei Personen in der brennenden Wohnung vermisst würden.
Beim Eintreffen der ersten Wehr, insgesamt waren die Ortsfeuerwehr Oerlenbach, Ebenhausen, Eltingshausen und Bad Kissingen im Einsatz, schlugen zwar schon an zwei Hausseiten die Flammen aus den Fenstern, die beiden Jugendlichen konnten jedoch schnell aus dem nicht brennenden Bad über das Zimmerfenster mittels Steckleiter geborgen werden. Eltern und Kinder kamen alle vier durch den Rettungsdienst in eine Bad Kissinger Klinik.


Alle Räume stark verrußt

"Die haben alle unwahrscheinliches Glück gehabt", so der Kissinger Kommandant Harald Albert, "denn das Feuer brannte bereits schon länger". So ist auch der sehr hohe Sachschaden zu begründen. Das Feuer, das vermutlich im Wohnzimmer ausbrach, hat nicht nur diesen Raum total verwüstet - das gesamte Haus ist vom Keller bis unters Dach total verraucht und verrußt, so dass es bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar ist.
Über 80 Helfer der vier umliegenden Wehren mit gut einem Dutzend Fahrzeugen, das Rote Kreuz mit Notarzt und vier Fahrzeugen sowie Polizei und Sanitäter der Arbeitersamariter waren bis weit nach drei Uhr im Einsatz, um die letzten Glutnester im Gebäude abzulöschen, wobei wegen der starken Verqualmung die meisten Arbeiten nur unter Atemschutz vorgenommen werden konnten.
Die Einsatzleitung lag beim Kommandanten der Oerlenbacher Wehr Michael Kuhn, vor Ort waren auch Kreisbrandinspektor Ronald Geis und Kissingens Stadtbrandinspektor Harald Albert sowie Bürgermeister Franz Kuhn. Aus Sicherheitsgründen mussten auch die Bewohner der beiden benachbarten Häuser diese kurzfristig verlassen.