"Rosenlieder und Nordische Klänge" - unter diesem Motto hatte das Frauen-Vokalensemble "Femmes Vocales" zu einem Abendkonzert in die Kreuzkirche eingeladen. Es war ein Konzerterlebnis der besonderen Art, mit einem abwechslungsreichen Programm, das geistlich-liturgische Stücke des zeitgenössischen lettischen Komponisten Rihards Dubra mit romantischen und modernen Kunstliedern weltlicher Provenienz verband. So kamen "Rosenlieder" und "Nordische Klänge" gleichermaßen zu Gehör. Es wechselten sich unkonventionelle moderne Stücke wie "Laudate", "Laudate Dominum" oder "Ave Regina Caelorum II" von Rihards Dubra mit Stücken der Romantik und der Moderne ab, die die Rose besangen. Unter anderem wurden Werke von Franz Schubert, Robert Schumann, Giuseppe Verdi, aber auch von Bette Middler, der US-Sängerin und Schauspielerin, vorgetragen.

Das "Heidenröslein" von Franz Schubert hatte Dirigent Jürgen Nennemann eigens bearbeitet. Als Franz Schubert dieses Lied schrieb, war er gerade mal 18 Jahre alt, und das Lied verdankt seine Entstehung der Jugendliebe von Johann Wolfgang von Goethe mit der Pfarrerstochter Friederike Brion.

Begleitet wurden die "Femmes" vom Organisten der Kreuzkirche, Rainer Grampp, der auch solistisch mit Werken von Dirschner und Charles-Marie Widor das Konzert bereicherte. Und zwischen den Musikstücken rezitierte Wolfram Ster, der von der Studiobühne Bayreuth bekannt ist, Gedichte und Prosa. Zu dem im Jahr 2004 gegründeten Frauen-Vokalensemble "Femmes Vocales" unter der Leitung von Jürgen Nennemann gehören derzeit zehn Sängerinnen aus Bayreuth und Umgebung. Die Mitglieder sind Henrike Begemann, Uschi von Chiari, Petra Dötsch, Heike Hirsekorn, Kristina Jonak, Christina Jüttner, Karin Reinhold, Inge Schmidt, Jakoba Siller und Kerstin Weber.

Das Vokalensemble hatte auch Werke von dem Schweden Marten Jansson im Programm. Jansson leitete mehr als zehn Jahre das schwedische Frauenensemble "Carmen", für das er viele Kompositionen und Arrangements geschrieben hat.

Rainer Grampp war an der Orgel mit Romsdalfjord-Variationen aus "Norwegische Variationen" von Max Dirschner, einem schlesischen Organisten und Kantor, zu hören, der in seiner Jugendzeit eine fast mystisch zu nennende Anziehungskraft durch das Land Norwegen erfuhr. Der Komponist verwendete für seine "Romsdalfjord-Variationen" einen religiösen Volkston aus der Gegend von Kristiansand. Die insgesamt sieben Variationen sind während einer Schiffsfahrt nördlich des Polarkreises entstanden. Schließlich spielte Grampp noch ein Werk des französischen Organisten, Komponisten und Musikpädagogen Charles-Marie Jean Albert Widor. rei