Die Historikerin Nadja Bennewitz nimmt die Zuhörer am 6. Dezember, um 19.30 Uhr im Stephanshof mit auf eine feministische Zeitreise zum Thema Politik und Frauenbewegung im 20. Jahrhundert - unter anderem auch mit zeitgenössischen Schlagern, Werbespots und Filmsequenzen. Schlag auf Schlag hatten sich in der Weimarer Republik Forderungen nach Frauenrechten verwirklichen lassen, doch die NS-Diktatur brachte neben menschlichen Tragödien auch das Ende sämtlicher emanzipatorischer und fortschrittlicher Ideen. Erst in der Zeit nach 1945 wurde erneut der Versuch gemacht, Frauen zu einer mit Männern gleichberechtigten Position in Politik, Gesellschaft und im Arbeitsleben zu verhelfen. Elisabeth Selbert, die den Artikel 3 im Grundgesetz ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt") durchsetzte, kam es vor, als habe sie in diesem Moment "einen Zipfel der Macht" in ihrer Hand gehabt. Die Referentin ist Historikerin in Nürnberg mit dem Schwerpunkt auf historischer Frauen- und Geschlechterforschung. red