Der Gesangverein 1892 Rothenkirchen erhält am Wochenende zur Feier des 125. Jubiläums Gäste aus der Schweiz und aus Haiti. Es wird ein Wiedersehen mit Rudolf Reinhardt und mit Schwester Maria Pfadenhauer geben. Der in Rothenkirchen geborene Musikprofessor Rudolf Reinhardt sagte erst kürzlich bei seinem 85. Geburtstag, den er an seinem Wohnort Chur in der Schweiz feierte, die Teilnahme an den Jubiläumsfeiern in Rothenkirchen zu. Schwester Maria Pfadenhauer ist in Friedersdorf geboren und lebt seit 48 Jahren in Haiti. Sie ließ dem Vorstand des Gesangvereins wissen, dass sie zumindest zum Benefizkonzert für ihre Haitihilfe am kommenden Sonntag, 17. September, um 17 Uhr in der St. Bartholomäus- Kirche dabei sein wird. An dem Benefizkonzert wirken sechs Chöre aus dem Frankenwald und der Jubiläumschor mit (wir berichteten ausführlich darüber).


"125 Jahre und kein bisschen leise"

Die Freude auf ein Wiedersehen ist im Gesangverein besonders groß. Rudolf Reinhardt wirkte als Mentor und Arrangeur an vielen Dreikönigskonzerten in Rothenkirchen mit. Beide, Rudolf Reinhardt und Schwester Maria Pfadenhauer haben nie den Kontakt und Verbundenheit zu ihren Geburtsorten verloren und lieben ihre Frankenwaldheimat auch heute noch, wie sie immer wieder bei Besuchen verlautbarten.
Am Wochenende feiert der Gesangverein 1892 Rothenkirchen das 125. Jubiläum unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans Pietz und dem Motto: "125 Jahre und kein bisschen leise!" Am Samstag, 16. September, findet um 18 Uhr ein Festgottesdienst statt, der vom Patenverein, Gesangverein Lauenstein, umrahmt wird.


Freundschaftssingen, Ehrungen

Anschließend lädt der Jubelverein ins Pfarrheim zum Freundschaftssingen, Ehrungen und gemütlichem Beisammensein ein. Es werden die Chöre, Sängerrunde Welitsch, Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn Pressig, "Harmonie" Förtschendorf das Unterhaltungsprogramm mit Liedbeiträgen bereichern. Höhepunkt wird ein Benefizkonzert am Sonntag um 17 Uhr in der St. Bartholomäus Kirche in Rothenkirchen sein. Bei der Gründung im Jahre 1892 war der Gesangverein kein eigenständiger Verein. Innerhalb der 1881 in Rothenkirchen gegründeten Turnerschaft hatte sich die Abteilung "Gesang" herausgebildet, mit dem Ziel Gesang zu fördern und weltliche wie auch kirchliche Feste zu umrahmen.
Nach dem 1. Weltkrieg bis zum 2. Weltkrieg war der Verein zunächst einige Jahre selbstständig unter dem Namen "Gesangverein Fidelio 1897". In den verheerenden Kriegszeiten kam jegliche Vereinstätigkeit zum Erliegen. Erst im Jahr 1946 taten sich die Sänger wieder zusammen um das zum Erliegen gekommene Vereinsleben zu neuem Leben zu erwecken. Die Sänger waren wieder die Abteilung Gesang im Sportverein und fanden bald viele sangesfreudige Aktive. Im Jahre 1964 wurde von den Sängern in einer Abstimmung beschlossen als selbstständiger Verein aufzutreten. Nach 1964 war der Verein mit vielen Konzerten und auch Rundfunksendungen aktiv am kulturellen Leben beteiligt. Kultstatus erlangten hierbei die zusammen mit dem Musikverein durchgeführten Dreikönigskonzerte. Nach 25 Jahren fand 2011 zum letzten Mal ein Dreikönigskonzert statt und dies mit einen gemeinsamen Auftritt von Musicalstar Uli Scherbel und Professor Rudi Reinhardt.Erfolgreiche Auftritte in Vierzehnheiligen, beim Bundessingen in Coburg und beim Sängerfest in Windheim, alle im Jubiläumsjahr 2017, zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. eh