Die Gartentür von Salome Scholtens ist eigentlich immer offen, denn der Garten gehört zur Weinstube, die sie mit ihrem Mann in Fatschenbrunn betreibt. Dennoch ist für sie der Tag der offenen Gartentür am Sonntag ein ganz besonderer Tag, auf den sie sich auch besonders vorbereitet hat. Scholtens hat nämlich eine besondere Gartenphilosophie und eine besondere Bindung zu ihrem Gartenparadies, das sie über Jahrzehnte gestaltet hat.
Als "verwunschener Gartentraum" ist ihr Garten im Flyer zur offenen Gartentür beschrieben und dieses Versprechen hält er in jeder Beziehung. Hier blüht und grünt es in fröhlichem Miteinander, fast unsichtbar liebevoll geformt. Ganz natürlich lässt Scholtens ihren Garten gedeihen, Chemie in jeglicher Form ist tabu, das Miteinander der Pflanzen macht's.
Der Garten Scholtens ist einer von 15 der unterschiedlichsten Gärten in ganz Fatschenbrunn, die am kommenden Sonntag begangen werden können. Überall freuen sich die Gartenbesitzer auch, wenn es zu einem Austausch mit den Gästen kommt.
Den Auftakt des Tags der offenen Gartentür bildet um 9 Uhr ein Freiluftgottesdienst im Hutzel-Hof Hümmer, gestaltet von Pastoralreferent Johannes Simon. Deshalb fährt auch ab 8 Uhr der Shuttlebus, der stündlich durch ganz Oberaurach fährt. An den Ortsrändern wurden große Parkflächen ausgewiesen. Ab 10 Uhr öffnen die privaten Gärten, die bis 17 Uhr zu besichtigen sind. Daneben gibt es Handwerksstände, einen kleinen Markt und verschiedene Vorträge.


Die Vorträge

Bei den Vorträgen haben sich nach dem Druck des Flyers ein paar Änderungen ergeben, deshalb hier eine neue Übersicht:11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr, Karl Stapf: "Bienenparadies Fatschenbrunn"; 11 Uhr, Franz Hümmer: "Hutzelherstellung in Fatschenbrunn"; 12 Uhr, Monika Decoster: "Europäischer Kulturweg Fatschenbrunn und Einblick in die Geschichte von Fatschenbrunn"; 13.30 bis 14.30 Uhr, Diplom-Forstwirt Andreas Kiraly: "Naturkundliche Wanderung, alte Birnbäume in der Fatschenbrunner Flur"; 14.30 Uhr, Nadine Schubert: "Besser leben ohne Plastik"; 15 Uhr, Thomas Büttner: "Immaterielles Kulturerbe im Steigerwald, Dörrobstherstellung und Baumfelderkultur, bäuerliche Gemeinschaftswälder, Zisterzienser als europäisches Kulturerbe". Zum Abschluss des Tages findet um 17 Uhr eine Modenschau zur Landkreis-Haßberge-Tracht statt.
Ganz Fatschenbrunn ist gerüstet, für das leibliche Wohl ist gesorgt. "Wir freuen uns auf viele Gäste", erklärt Ruth Hümmer-Hutzel im Namen des Organisationsteams, das diesen Tag über Monate hinweg vorbereitet hat. Der Steigerwald lädt ein!