Glück im Unglück hatte Donnerstagnacht ein 27-jähriger Schiffführer eines mit 160 Passagieren besetzten, 135 Meter langen Fahrgastkabinenschiffes auf dem Main-Donau-Kanal. Auf dem Weg nach Nürnberg vergaß der Kapitän bei der Einfahrt in die Schleuse Hausen, den Fahrstand seines Schiffes weit genug abzusenken.
Der Steuerstand blieb mit dem Dach an der Unterkante des Schleusentores hängen und wurde nach hinten regelrecht abrasiert. Da zur Unfallzeit der Innenfahrstand jedoch unbemannt war - der Kapitän fuhr sein Schiff zur Unfallzeit über den Außenfahrstand - wurde niemand verletzt.
Die Schifffahrt auf dem Kanal war für circa zwei Stunden eingestellt, bis die Unfallaufnahme durch die Wasserschutzpolizei Bamberg und die Sicherheitsüberprüfung der Schleuse durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg abgeschlossen war.
Der Kapitän selber konnte seine Fahrt zum Zielhafen, nachdem er die Überreste des Fahrstandes entfernt hatte, in den frühen Morgenstunden fortsetzen. Ihn erwartet laut Polizei nun jedoch ein Bußgeldverfahren wegen seines leichtfertigen Handelns. An dem Flusskreuzfahrtschiff entstand ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro. pol