8871 Männer und Frauen waren im September im Bereich der Arbeitsagentur Arbeit Bayreuth-Hof, zu der auch der Landkreis Kulmbach gehört, arbeitslos gemeldet, 541 weniger als im August. Gegenüber dem Vorjahr gab es sogar einen Rückgang um 882 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 3,5 Prozent.

Der regionale Arbeitsmarkt wurde saisonüblich insbesondere durch den Start ins neue Schul- und Ausbildungsjahr beeinflusst. Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich allerdings verhaltener als im Vormonat und im Vorjahr.

Trotz der etwas nachlassenden Dynamik bei den Stellenmeldungen ist die Zahl der zu besetzenden Arbeitsplätze im Agenturbezirk Bayreuth-Hof weiter hoch.

Im September waren rund 5991 offene Stellen zu verzeichnen. Schon lange können nicht mehr alle Arbeitsstellen sofort besetzt werden. Die Vakanzzeit steigt in manchen Berufsfeldern kontinuierlich an.

Vorteil für Bewerber

Aus Bewerbersicht sind Engpässe erst einmal angenehm. Bewerber haben die Wahl unter vielen Stellen. Wenn Firmen allerdings kein Personal finden, können neue Aufträge nicht angenommen werden, Arbeit bleibt liegen oder verzögert sich, neue Projekte können nicht in Angriff genommen werden. "Ein Fachkräfte-Engpass kann für Unternehmen daher zur Wachstumsbremse werden", betont Agenturchef Sebastian Peine.

Die Kulmbacher Zahlen

Im Kreis Kulmbach sank die Zahl der Arbeitslosen im September um 92 Personen auf 1385. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte und lag 0,4 Punkte unter dem Niveau von September 2017.

Schulassistenten, Schulbegleiter, Kindergartenpersonal und vereinzelt auch Lehrer, die während der Ferien arbeitslos waren, konnten wieder eine Beschäftigung aufnehmen.

Der Stellenzugang ging im Landkreis im September gegenüber dem Vormonat deutlich zurück. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice insgesamt 1679 offene Stellen gemeldet, 150 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

27 536 Männer und Frauen gingen zum Stichtag 31. März 2018 im Landkreis Kulmbach einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Damit waren 914 Männer und Frauen mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Beschäftigungszuwachs von 3,4 Prozent. red