Fatschenbrunn — Tiefe Einblicke in ein besonderes Dorf im Steigerwald gewannen 37 Vorstandsmitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen, die an der Exkursion des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege teilnahmen. Vor der Michaelskirche in Fatschenbrunn wurden sie von den Geschäftsführern Guntram Ulsamer und Johannes Bayer sowie dem Ortssprecher Reiner Renner empfangen.
Weil die meisten der 81 Obst- und Gartenbauvereine im Verband im nördlichen Landkreis liegen, wollte Guntram Ulsamer das südliche Fatschenbrunn zeigen. Im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden", in dem Fatschenbrunn sich als Gold-Preisträger auf Bezirksebene jetzt auf den Bundesentscheid vorbereitet, habe er "die besonderen Qualitäten dieser Dorfgemeinschaft" zu schätzen gelernt.
Auch ohne einen Obst- und Gartenbauverein sei hier der Wille zur Dorfentwicklung präsent und der Gemeinderat Oberaurachs trage die guten Ideen auch immer mit, sagte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) in seinem Grußwort. Dorfentwicklung bedeute in Oberaurach immer auch Eigenleistung: "Es gibt bei uns keine Einzelkämpfer", erklärte Ortssprecher Renner. Und so war der mehrstündige Rundgang durch Dorf und Flur quasi ein Staffellauf mit verschiedenen "Referenten".

Forschungsprojekt läuft

Nach dem Besuch der Kirche, in der Agnes Renner über die Gemeinde informierte, ging es erst zur Familie Hümmer und danach erläuterte Thomas Viering die Grün- und Gartengestaltung in Fatschenbrunn.
Familie Thierstein öffnete ihre Gartentür. Mit Kutschen ging es in die Flur, wo Dr. Cassitti von der Uni Bamberg sein Forschungsprojekt erläuterte. Dabei geht es um die Geschichte der Landwirtschaft. Beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Werkstatt von Gerlinde Lützelberger, wo Porzellanmalereien und Calligraphien entstehen. Karl Stapf machte die Gäste mit "Königin Henriette" bekannt; sie lebt in Stapfs Lehrbienenstand, mit dem er Schulklassen die Imkerei erklärt. sw