Es geht voran auf der großen Baustelle im Park von Schloss Rosenau. Etwas verborgen für den Blick vom Schloss aus, entsteht gerade ein beachtlicher Bau. Für die Schloss- und Gartenverwaltung Coburg wird dort ein neuer Bau- und Betriebshof errichtet, wie einer Mitteilung des bayerischen Finanz- und Heimatministeriums zu entnehmen ist. Die Tiefbauarbeiten haben schon vor Wochen begonnen. Es wurden große Mengen Erdreich abgetragen. Inzwischen lassen die erstellten Betonwände schon erkennen, welche Ausmaße das neue Gebäude haben wird.

Historische Wegeverbindungen

"Im Zuge des Neubaus werden nicht nur dringend erforderliche Arbeits- und Lagerstätten für die Schloss- und Gartenverwaltung Coburg geschaffen. Es werden auch historische Wegeverbindungen, wie zum Beispiel eine ehemalige Apfelallee, für die Besucher der wunderschönen Parkanlage Rosenau wieder zugänglich und erlebbar gemacht. Ein Stück Heimat wird damit noch attraktiver", teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) mit.

Moderne Arbeitsbedingungen

Mit dem neuen Betriebshof erhielten die für die Pflege der Parkanlage zuständigen Mitarbeiter neue und moderne Arbeits- und Aufenthaltsräume, hob Füracker hervor. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen laut Planung rund 4,84 Millionen Euro. Das ist der Stand, von dem bereits 2017 ausgegangen wurde.

Der Neubau wird als dreiseitig umbaute Hofanlage mit zwischengelagerter Freifläche errichtet. Die drei Baukörper sind so angeordnet, dass die Sichtachse aus Blickrichtung des Schlosses Rosenau nicht beeinträchtigt wird. Im Neubau werden auf einer Nutzfläche von insgesamt rund 1400 Quadratmetern die Verwaltung, die Werkstätten und der Fuhrpark der Schloss- und Gartenverwaltung Coburg untergebracht.

Die zum Park gewandten Fassaden erhalten eine Holzschalung und fügen sich damit nach Einschätzung der Planer bestens in das naturnahe Umfeld ein. Am bisherigen Standort des Betriebshofes werden nach Fertigstellung des Neubaus die baufälligen Unterstände und Einbauten zurückgebaut und die Flächen wieder dem Schlosspark zugeschlagen. Hier sollen Wiesen, eine Allee sowie Sitzgelegenheiten entstehen. "Der Besucher kann von dort aus den Ausblick auf das ehemalige Küchengartenquartier mit der historischen Orangerie genießen", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Renovierung nicht wirtschaftlich

Die Projektleitung für das Vorhaben hat das Staatliche Bauamt Bamberg für das Ministerium übernommen. Es wird davon ausgegangen, dass im zweiten oder dritten Quartal des kommenden Jahres das neue Betriebsgebäude an die Mitarbeiter übergeben werden kann.

Erst wenn alle in das neue Gebäude umgezogen sind, kann das alte abgerissen werden, das aus sicht der Planer nicht mehr wirtschaftlich zu renovieren gewesen wäre. Abriss und Renaturierung der Fläche sind für das Jahr 2021 vorgesehen.