Die Klimaschutzziele werden nach den Worten von Rainer Kleedörfer, Prokurist der N-Ergie Nürnberg, klar verfehlt. Diese zentrale Aussage machte der Bereichsleiter für Unternehmensentwicklung/Beteiligungen in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses zum Thema "Klimaschutzziele 2030 in der Europäischen Metropolregion Nürnberg erreichen - Beitrag der Elektromobilität". Kleedörfer zeigte auf, mit welchen Maßnahmen die politischen Ziele 2030 für Klimaschutz und Energiewende in der Europäischen Metropolregion Nürnberg zu erreichen sind, um zur führenden Metropolregion in Deutschland zu werden. Dabei ist nicht nur der Klimaschutz ein wichtiger Treiber der Elektromobilität, sondern mit ihr entstehen auch niedrigere Betriebskosten.
Vorrangiges Ziel sei es, die Pendlerströme zu reduzieren und die verbleibenden Fahrten sukzessive auf Elektromobilität umzustellen. Notwendig ist hierfür ein flächendeckender Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Hier werden 3000 Ladepunkte bis Ende 2030 in der Metropolregion Nürnberg einschließlich "Park & Ride" mit Einstiegspunkt in den ÖPNV angestrebt.


Schnellwege für Fahrräder

Hinzu komme der Ausbau der Ladeinfrastruktur bei den Arbeitgebern, die Umstellung des Fuhrparks kommunaler Verwaltungen und Unternehmen auf Elektrofahrzeuge, die Einführung von Dienstfahrrädern und E-Rollern sowie der Umbau von Verkehrsflächen zum Beispiel in attraktive Fahrradschnellwege bis 2025. Eine weitere Forderung ist, die Elektrifizierung aller wesentlichen Bahnstrecken bis Ende 2030 zu erreichen.
Rainer Kleedörfer hielt darüber hinaus den Ausbau und die Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur, des ÖPNV-Angebots und der ÖPNV-Anbindung an Gewerbe-, Forschungs- und Universitätsstandorte für notwendig. Zusammenfassend kam der Prokurist der N-Ergie zum Ergebnis: "Es zeigt sich sehr deutlich, dass die Klimaschutzziele 2030 nur dann erreicht werden können, wenn sektorenübergreifende Lösungen in breite Anwendung kommen. "


Zuschüsse

Zum Umbau und der Sanierung der "Alten Mühle" in Mainleus gewährt der Kreisausschuss dem Antragsteller Christian Schneider einen Zuschuss von 2500 Euro aus Denkmalpflegemitteln. Die ehemalige Mühle mit einem zweigeschossigen Walmdachbau mit verschiefertem Obergeschoss stammt aus dem Jahr 1829. Die Naturbühne Trebgast e.V. erhält einen Kreiszuschuss von 10 000 Euro.
Im Rahmen des Brand- und Katastrophenschutzes wird der Stadt Stadtsteinach und dem Markt Thurnau zur Beschaffung jeweils einer Drehleiter ein Zuschuss gewährt - in einer Höhe, dass zusammen mit dem Staatszuschuss 90 Prozent der Kaufsumme abgedeckt sind. Der geschätzte Kaufpreis für eine Drehleiter liegt bei 800 000 Euro. Der staatliche Festbetrag beträgt 236 300 Euro. Die beiden Kommunen werden jetzt eine Ausschreibung vornehmen. Der Auftrag zur Umrüstung des kreiseigenen Rüstwagens zu einem Transportwagen wurde der Firma Hofmann, Fahrzeugbau GmbH, Mainleus, zum Angebotspreis von 38 270 Euro erteilt. Das Fahrzeug soll vorwiegend zum Transport der Atemschutzlogistik eingesetzt werden.
Zur Kenntnis nahm der Kreisausschuss die Jahresrechnung 2017 für die kostenrechnende Einrichtung "Abfallwirtschaft". Sie weist Sonderrücklagen zum Ende des Haushaltsjahres 2017 von 6 034 742 Euro auf. Kreiskämmerer Rainer Dippold kündigte für September/Oktober dieses Jahres eine Neukalkulation der Abfallgebühren an.


"Sehr gute Arbeit"

Zur örtlichen Prüfung der Jahresrechnungen 2014 und 2015 des Landkreises Kulmbach für den Bereich der erzieherischen Hilfen nahm der Leiter des Kreisjugendamtes, Klaus Schröder, Stellung. Für die Zukunft, so Schröder, werde ein besserer Verwaltungsvollzug bei der Gewährung von erzieherischen Hilfen angestrebt, dabei müssen auch die personellen Ressourcen auf den Prüfstand.
Was die fachliche Qualität der Arbeit im Kreisjugendamt angeht, gebe es nach den Worten des Landrates keine Beanstandungen: "Hier wird sehr gute Arbeit geleistet."