Vor 60 Jahren gaben sich Franz und Johanna Nowotny in einem kleinen Ort in der Nähe von Zürich das Ja-Wort, so dass sie am Sonntag im Kreis ihrer Familie ihre Diamantene Hochzeit feiern konnten.
Franz Nowotny absolvierte von 1946 bis 1948 in der damaligen Metzgerei von Heinrich Baier in Schney eine Metzgerlehre. Der Vater, der erst 1948 aus russischer Gefangenschaft zurückkam, heiratete später die Witwe des früh verstorbenen Heinrich Baier und führte die Metzgerei weiter. Franz Nowotny legte 1955 in Augsburg die Meisterprüfung ab.
Ein Besuch bei seiner Tante in der Schweiz, die in dem kleinen Ort Oberweningen in der Nähe von Zürich wohnte, sollte für seinen weiteren Lebensweg von entscheidender Bedeutung sein. "Bei einem Rundgang durch den Ort erfuhr ich, dass die örtliche Metzgerei einen Metzger suchte, weshalb ich mich entschloss, für einige Zeit dort zu arbeiten. Hier lernte ich auch meine spätere Frau Johanna kennen, die in dem Metzgereibetrieb mit angeschlossener Gastwirtschaft im Haushalt tätig war", erinnerte sich Nowotny.
Man verstand sich gleich sehr gut, so dass man im März 1958 in dem nur etwa 15 Kilometer von Zürich entfernten Ort vor den Traualtar trat.
Schließlich kehrte Franz Nowotny mit seiner Frau nach Schney zurück, um gemeinsam im elterlichen Betrieb zu arbeiten. Nach dem Tod des Vaters übernahmen 1977 beide das Geschäft. Mittlerweile führt längst Sohn Harald als Metzgermeister zusammen mit seiner Frau Yvonne den Familienbetrieb. Seit über 40 Jahren ist auch die Tochter Johanna Beintze eine Stütze des Betriebs.
Dass in einem familiär geführten Handwerksbetrieb auch nach dem Erreichen des offiziellen Ruhestands stets ein großer Bezug zum Geschäft bleibt, beweist die Jubilarin Johanna Nowotny, die immer noch in der Küche mithilft und am Samstag im Bratwurststand vertreten ist.
Franz Nowotny machte sich über viele Jahre hinweg als Mitglied der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Schney verdient, weshalb ihn die Gesellschaft zum Ehrenmitglied ernannte. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner. Die Segenswünsche der Kirchengemeinde übermittelte Pfarrerin Tanja Vincent.