Der Diözesansteuerausschuss hat den Haushalt des Erzbistums Bamberg für 2016 verabschiedet. Das Volumen beträgt 186,2 Millionen Euro und liegt rund 8,7 Millionen Euro (4,9 Prozent) über dem Vorjahresansatz. Höheren Kirchensteuereinnahmen stehen wegen Tariferhöhungen steigende Personalkosten sowie notwendige Investitionen im Baubereich gegenüber.
Fast die Hälfte der Ausgaben (89,1 Millionen Euro) wird für die Aufgaben der Seelsorge verwendet. Für Schule, Bildung, Wissenschaft und Kunst sind 37,1 Millionen Euro vorgesehen, das sind knapp 20 Prozent des Etats. Caritas und soziale Dienste erhalten mit 19,5 Millionen Euro 10,5 Prozent der Haushaltsmittel. Gesamtkirchliche Aufgaben schlagen mit 10,1 Millionen Euro (5,4 Prozent) zu Buche.
Der Bauetat erhöhte sich auf 38,8 Millionen Euro. So sind allein für Sanierung und Neubauten der Maria-Ward-Schulen in Bamberg und Nürnberg jeweils vier Millionen Euro bewilligt worden. Insgesamt sind in den nächsten Jahren für die bauliche Ertüchtigung dieser Schulen 81 Millionen Euro vorgesehen.
Ein weiteres Großprojekt ist die Sanierung der Kirche St. Gangolf in Bamberg, wofür rund 2,8 Millionen Euro angesetzt wurden. Für energetische Maßnahmen in den Pfarreien im Rahmen der Energie- und Klimaoffensive wurden zudem 1,5 Millionen Euro bewilligt. Der übrige Bauetat verteilt sich auf über 70 weitere Projekte im Erzbistum, unter anderem für Kirchengebäude, Schulen und Kindertagesstätten.
Die Personalkosten in Höhe von 73,2 Millionen Euro machen mit 39,3 Prozent den größten Anteil der Ausgaben aus. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer wurden auf 157,7 Millionen Euro kalkuliert, somit 6,3 Millionen Euro über dem Vorjahresansatz. bbk