"Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts" - unter diesem Leitmotiv stand der achte Studientag der Barmherzigen Brüder aus der bayerischen Ordensprovinz. 21 Ordensbrüder aus den Konventen Algasing, Frankfurt/Königstein, Kostenz, München, Neuburg, Regensburg und Graz-Eggenberg waren nach Gremsdorf gekommen, um einen Tag lang über das Thema "Kirche und Dienst" nachzudenken. Als Referent konnte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gewonnen werden. Er gab mehrere geistige Impulse, die die Teilnehmer anregten, schweigend "in sich zu gehen", oder in kleinen Gruppen sich darüber auszutauschen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Brüder zur Eucharistiefeier in der Kirche "Zur Heiligen Familie". In seiner Verkündigung wies Schick die Gottesdienstbesucher auf das kürzeste Glaubensbekenntnis, das die christliche Kirche kennt, hin: "Jesus lebt!" Ganz bewusst werde uns dies auch in der Osterzeit, sagte er. Und Jesus wirke an uns Menschen; er wirke durch die Taufe.
Nach den Worten des Bamberger Erzbischofs lebe Jesus als unser Freund. Und, so Schick, "mit Freunden kann man gut feiern, schwere Zeit durchstehen, durch dick und dünn gehen". Selbstverständlich beruhe Freundschaft auf Gegenseitigkeit. "Man muss Gott zeigen, dass man als Freund auch entsprechend lebt." Und dann könne diese Freundschaft unser aller Leben noch reicher machen. js