Karl-Heinz Hofmann

"Wenn man so einen Bauantrag vorliegen hat, ist das wie Sternstunden für die Stadt Kronach und den Bau-, Stad te ntwicklungs- und Wirtschaftsausschuss." Mit diesen Worten sprach Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein in der Sitzung am Donnerstag den Gremiumsmitgliedern aus der Seele.
In dieser Sitzung konnte man sich gleich zwei Mal freuen. Einmal ging es um eine Erweiterung der Gebäude und Produktionskapazitäten der Firma Woco-Kronacher Kunststoffwerk in der Industriestraße und zum anderen um eine Vergrößerung der Verkaufsfläche des Netto- Marktes in der Kulmbacher Straße. Diese Vergrößerung des Markts geschieht in einem Leerstand und versiegelt daher keine weitere Fläche.


Stellplatzfrage geklärt

Auch die Firma Woco integriert das leerstehende Edeka- Center-Gebäude in ihre Betriebserweiterung. Es entsteht somit ein Neubau von circa 74,5 Metern Länge, 61 Meter in der Breite und 15 Meter Höhe entlang der Industriestraße. Notwendige Stellplätze sind auf der sogenannten Blumenwiese gesichert.
Auch stehen der Investor, Jens Schick von der SSE Verwaltungs GmbH, und der Geschäftsführer von Woco, Stefan Engel, Anregungen zur Verbesserung des architektonischen und städtebaulichen Gesamtergebnisses, wie zum Beispiel einer Fassadenbegrünung, konstruktiv gegenüber. So war es nicht verwunderlich, dass die Räte positiv über das Bauvorhaben entschieden.
Bernd Liebhardt (CSU) freute sich grundsätzlich über ein wachsendes Industriegebiet, wodurch eine Zersiedelung vermieden werde. Wolfgang Hümmer (CSU) sah eine erfreuliche Entwicklung zur Sicherung des Industriestandorts Kronach mit Sicherung von Arbeitsplätzen.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein zeigte sich erleichtert, dass die im Vorfeld notwendige Bauleitplanung gut verlaufen sei und somit der Industriestandort und Arbeitsplätze in Kronach gesichert werden können.


Mehr Platz für Kinderbetreuung

Freude bereitete den Räten auch ein Antrag auf Umnutzung und Neueinteilung eines Wohnhauses in Gundelsdorf, das zur Großtagespflege für maximal zehn Kinder ausgebaut werden soll. Diesem Vorhaben wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Dagegen machen manche andere Bauanträge richtig Ärger. Zumal wenn die Baumaßnahme schon teilweise realisiert wurde ohne genehmigten Bauantrag.
Zurückgestellt wurde ein Antrag aus dem Gebiet "Im Ziegelwinkel" auf Umnutzung gewerblicher Lagerräume zu Single-Wohnungen. Hier machen die Stellplätze großen Kummer.