"Setzen lassen, überlegen und eventuell eigene Ideen einbringen", gab Vestenbergsgreuths Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) seinen Gemeinderäten in der Sitzung am Montagabend als Hausaufgabe. Zur Diskussion stand der erste Entwurf für einen Bebauungsplan "Schmidsleiten II" in Vestenbergsgreuth, dessen Aufstellung am Ende einstimmig beschlossen wurde.
Planer Frieder Müller-Maatsch stellte in der Sitzung erste Ideen und Gedanken für das künftige Wohngebiet vor. Neben Parzellen für Einzelhäuser hatte der Planer auch an zwei Grundstücke für zwei- oder dreigeschossige Mehrfamilienwohnhäuser gedacht. Im Hinblick auf den viel diskutierten Flächenfraß kam diese Vorstellung Bürgermeister Lottes sehr entgegen.
Eine Nachfrage nach kleineren Wohnungen sei vorhanden, das habe man schon beim Baugebiet Kühnplatte festgestellt, sagte Lottes. In der Schmidsleiten gebe es jetzt die Voraussetzungen, eine solche Bebauung zu ermöglichen.


Zwei offene Rückhaltebecken

"Mit der Oberflächenentwässerung werden wir uns sehr stark beschäftigen müssen", gab Müller-Maatsch zu bedenken. Sie müsse auf das stark abfallende Gelände abgestimmt werden. Sein Entwässerungskonzept sieht daher die obere Hälfte und die untere Hälfte des Baugebiets in zwei getrennte Einzugsbereiche unterteilt. Dazu hatte er auch zwei offene Rückhaltebecken eingeplant. Der Umgriff der Rückhaltebecken könne als kleiner Freizeitbereich genutzt werden. Das im Südwesten vorhandene Biotop könne sogar noch ein wenig erweitert werden.
Friedrich Großkopf (WG Oberer Weisachgrund) wollte wissen, ob das Baugebiet eventuell eines Tages erweitert werden könne. Das dürfte hinsichtlich der Erschließung "keine billige Geschichte" werden, antwortete der Bürgermeister. Lottes ist ohnehin der Meinung, dass der Bedarf an Bauland durch die Neuausweisung vorerst gedeckt ist.