Erstmals hat in Gößweinstein ein Gottesdienst mit anschließender Krankensalbung stattgefunden. Fast 50 Personen waren der Einladung gefolgt. Pfarrer Pater Flavian Michali zelebrierte den Gottesdienst und spendete anschließend die Krankensalbung. Dabei legte er den Kranken die Hand auf den Kopf und salbte ihnen die Stirn und die Hände. Dabei sprach ein Segensgebet.
Gemeindereferentin Gudrun Zimmerer erläuterte während des Gottesdienstes das Sakrament der Krankensalbung. Die Krankensalbung darf als ein stärkendes Zeichen verstanden werden, das die Heilung von Körper und Geist fördern will. Der Begriff "Letzte Ölung" treffe daher nicht den Sinn. Vielmehr kann dieses Sakrament mehrmals empfangen.
Es sei beispielsweise auch sinnvoll vor einer schweren Operation die Krankensalbung zu erhalten. Gott wende sich gerade den kranken und leidenden Menschen zu, er sei ihnen nahe und steht ihnen bei. Letztlich wird auch aus dem Segensgebet deutlich, dass die Krankensalbung nur Lebenden gespendet werden kann.
Eine Krankensalbung wird nur auf Wunsch des Kranken gespendet. Soweit dieser nicht mehr in der Lage ist, können diesen Wunsch auch die Angehörigen an den Priester herantragen. Daher soll dieses Sakrament im Anschluss an einen Gottesdienst nun zweimal im Jahr gespendet werden. Es ist jedoch auch jederzeit möglich, einen Priester zu bitten, in die Wohnung oder ins Pflegeheim zu kommen. Anschließend waren alle Gottesdienstteilnehmer in das Pfarrheim eingeladen, um sich mit Kaffee und gespendeten selbstgebackenen Kuchen auch
körperlich zu stärken. Monika Thürmer sorgte hier für das leibliche Wohl. tw