Katharina Müller-Sanke Kleidung tauschen statt kaufen: Eine Idee, die in Kasendorf am Wochenende toll umgesetzt wurde. Bei der ersten Kleidertauschparty im Gemeindehaus haben rund 100 Leute Klamotten abgegeben und sich neue ausgesucht. "Mit so vielen Besuchern hatten wir gar nicht gerechnet", sagte Maria Rauh vom Organisationsteam. Menschen verschiedenster Altersstufen waren gekommen. Alle mit einem gemeinsamen Ziel: Nachhaltig neue Klamotten finden. So geht es auch Silvia Erhard aus Kulmbach. Auf ihrem Blog Vivabini schreibt sie unter anderem über "slow fashion". Darunter versteht man ein größeres Bewusstsein für Mode: Weg vom schnellen Shoppingerlebnis, bei dem es nur ums "mehr-haben-wollen" geht, hin zu einem nachhaltigen und sehr bewussten Umgang mit Mode. Und dazu passt so eine Kleidertauschparty einfach perfekt, findet die Bloggerin: "Kleidung kaufen ist zum Volkssport geworden. Wir kaufen des Kaufens willen, nicht weil wir Kleidung brauchen. Die Industrie fördert diesen Konsum mit Fast Fashion - und zerstört dabei Umwelt und Menschen. Davon will ich weg."

Auf den ordentlich sortierten Tischen finden sich verschiedenste Kleidungsstücke. Ein Tisch ist voll mit T-Shirts, ein anderer mit Pullovern und wiederum ein anderer mit Schuhen und Ketten. Das Organisationsteam ist stetig dabei aufzufüllen, wenn neue Ware kommt und neu zu sortieren.

Die Kleidertauschparty soll nach dem Wunsch mehrerer Besucher bald eine neue Auflage finden. Möglicherweise schon im Sommer. Viele Tauschwillige stehen jedenfalls in den Startlöchern.