Aufgrund der schon fast frühlingshaften Temperaturen setzte der Frühjahrsaufschwung im Landkreis Lichtenfels mit ersten Wiedereinstellungen im Baubereich bereits im Februar ein. Die Arbeitslosigkeit sank um 63 Personen (-4,3 Prozent) auf 1418.

Das ist der stärkste Rückgang unter allen Kreisen und Städten im gesamten Agenturbezirk Bamberg-Coburg. Heuer fiel der Beschäftigungsanstieg um 57,5 Prozent größer aus als letztes Jahr. Es verloren zehn Menschen weniger ihre Beschäftigung als 2018. In den letzten zwölf Monaten nahm die Zahl der Arbeitslosen um 49 bzw. 3,3 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,6 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent).

In der Region Lichtenfels bekam der Arbeitgeberservice 282 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet. Das sind 11,6 Prozent (-37) weniger als im letzten Jahr. 1048 Arbeitsplatzangebote sind aktuell im Bestand, 15,1 Prozent (187) weniger als im Vorjahr.

Im Bezirk sieht es so aus: Die Zahl der Arbeitslosen sank bereits um 272 (-2,3 Prozent) Personen auf 11 395. In diesem Jahr fiel der Rückgang gut dreimal so dynamisch aus wie im frostklirrenden Februar 2018. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich bei den Männern in den letzten vier Wochen um 125 (-1,8 Prozent). Bei den Frauen fiel der Rückgang (-147 bzw. -3,0 Prozent) unüblicherweise noch kräftiger aus. Der Großteil von ihnen nahm eine Beschäftigung in Büro-, Verkaufs-, Reinigungs- und Erziehungsberufen auf. Zum Saisonauftakt des Tourismus in der Region werden ab März viele Frauen auch dort wieder eine Tätigkeit aufnehmen.

Die Zahl der Arbeitslosen hat seit dem Vorjahr um 388 Menschen (-3,3 Prozent) abgenommen. Die Arbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,4 Prozent.

"Vor allem im Baubereich, der Gastronomie und dem Tourismus gab es nach einer kurzen Winterpause erste Einstellungen. Seit fünf Jahren spüren wir zunehmend einen früheren Start der Tätigkeiten in den Außenberufen. Die traditionelle, der kalten Jahreszeit geschuldete Winterpause scheint passé", resümiert Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit. red