Bürgermeister Werner Burger (FW) hat sein Ratsgremium in der Novembersitzung über das vom Freistaat Bayern aufgelegte "Kommunale Investitionsprogramm" (KIP) für finanzschwache Gemeinden informiert, die Oberlandgemeinde hat vier Projekte dafür angemeldet.
In einem Abstimmungsgespräch mit dem Landratsamt Kulmbach wurde nun gemeinsam festgelegt, dass nur der Vorschlag des Marktes Grafengehaig über die "Energetische Sanierung und barrierefreier Zugang der Frankenwaldhalle" - eingeweiht 1977 - an die Regierung von Oberfranken weitergeleitet wird. Diese Maßnahmen seien voraussichtlich förderfähig und auch im Haushalt darstellbar, gab das Gemeindeoberhaupt am Montagabend bekannt.
"Bei der Grobverteilung sind förderfähige Kosten in Höhe von 850 000 Euro für das Projekt eingeplant. Das Dach ist zu dämmen, erforderlich sind neue Fenster und barrierefreie Zugänge zu schaffen. Das wären Sachen, die absolut wichtig für den Fortbestand der Halle sind", betonte Werner Burger und erbat sich bei der Ratssitzung am Montagabend, dass dies auch von der Regierung mitgetragen wird. Die Maßnahme würde mit 90 Prozent bezuschusst.


Grabenschalen für offenen Graben

Bereits auf der letzten Sitzung des Marktgemeinderates Grafengehaig waren die zu richtenden Ausspülungen von bis zu 1,30 Metern eines als Oberflächenwasserkanal genutzten Grabens im Ortsteil Schlockenau ein langdiskutiertes Thema. Jetzt soll der obere Bereich des offenen Grabens auf einer Länge von 50 Metern mit Grabenschalen befestigt werden, damit er nicht wieder ausgespült wird. Zudem wird der Eigentümer den sich anschließenden verrohrten und derzeit verstopften Bereich säubern. Die Kosten für die Beschaffung der Schalen in Höhe von rund 1000 Euro trägt die Kommune, den Einbau übernimmt ebenfalls der Eigentümer. Das Ratsgremium stimmte dieser Lösung bei Gegenvotum von Bernd Witzgall zu.


Kläranlage braucht neues Gebläse

Und weiter ging"s in Sachen Kosten. Die Kläranlage Walberngrün besitzt im Belebungsbecken einen Belüfter, der für die Sauerstoffzufuhr der bakteriellen Reinigung zuständig ist. "Dieser hat einen Defekt und kann jederzeit ausfallen. Sollte das geschehen, sterben die Bakterien ab und die Kläranlage "kippt", was einen Komplettausfall nach sich ziehe, nahm das Gemeindeoberhaupt kein Blatt vor den Mund.
Von der VG-Verwaltung wurden deshalb Angebote der Neuanschaffung eines passenden Drehkolbengebläses eingeholt. Der Auftrag ging einstimmig an die Firma Kaeser Kompressoren SE aus Coburg zum Preis von 5124 Euro.


Ausbildungsmesse im April

Bürgermeister Werner Burger ging bei der Ratssitzung nochmals auf den gemeinsamen Jugendworkshop der beiden VG-Gemeinden Marktleugast und Grafengehaig ein, der von den drei Jugendsprechern Irina Klier, Michael Schramm (beide Marktleugast) und Manuel Nahr (Grafengehaig) zusammen mit dem Kreisjugendring sowie der Landkreis-Jugendarbeit Kulmbach am 16. Oktober in der Schulturnhalle Marktleugast ausgerichtet wurde.


Weiteres Vorbereitungsgespräch

"Die erste Anregung daraus, die Veranstaltung einer heimatnahen LQN-Ausbildungsmesse wird bereits am Samstag, den 23. April von 10 bis 16 Uhr in der Grafengehaiger Frankenwaldhalle vom Arbeitskreis (AK) Wirtschaft der Oberlandinitiative in die Tat umgesetzt", freute sich Burger.
Ein weiteres Vorbereitungsgespräch des AK Wirtschaft findet am morgigen Donnerstag, 4. Februar, um 19 Uhr in der Gaststätte der Frankenwaldhalle statt, zu dem alle Interessenten herzlich eingeladen sind.