In den Rundenwettkämpfen schießen die Schützen im Gau Erlangen gegeneinander. Dass es auch miteinander in einer vereinsübergeordneten Mannschaft geht, bewies die Top-Luftgewehr-Auswahl aus Erlangen beim MSB-Cup, den der mittelfränkische Schützenbund jedes Jahr ausschreibt, auf eindrucksvolle Weise. Dort sind alle Schützen des Bezirks eingeladen, sich in einer Mannschaft oder im Einzel für den eigenen Schützengau zu messen. Kaderschützen sind ausgenommen.


Popp hatte die Qual der Wahl

Harald Popp, Sportleiter des Schützengaus Erlangen und Vorsitzender der SSG Erlangen-Büchenbach, begleitete seine Schützen und freute sich hinterher, dass sich seine Mannschaft souverän absetzte und den Sieg für Erlangen einfuhr. Schwer war ihm allerdings die Auswahl der Akteure gefallen, da es im Luftgewehrbereich viele ausgezeichnete Schützen gibt.
Letztlich nominierte Popp Saskia Meyer, die ihre Rundenwettkämpfe mit Sebastian Hierl für die Schützenfreunde Dormitz in der Bezirksliga bestreitet sowie ihren Vater Konrad Meyer. Ebenfalls an Bord war Johannes Hatscher, Meyers Teamkollege bei der SSG in der Gauoberliga. Dort nehmen sie Kurs auf die Bezirksliga.
Zunächst traten alle Mannschaften der zwölf Gaue mit 20 Schuss in 25 Minuten inklusive Probeschießen gegeneinander an - und zwar je ein Schütze der Damen-, Herren-, Alters- oder Seniorenklasse und ein frei wählbarer bestehen. Nach den 20 Schuss war Konrad Meyer mit 201,3 Ringen Zweitbester und Sebastian Hierl mit 201 Drittbester in der Einzelwertung. Das siegbringende Mannschaftsergebnis wurde von Saskia Meyer mit 195,5 und Johannes Hatscher mit 193,2 zur Gesamtringzahl von 791 komplettiert. Die zweitplatzierte Mannschaft aus dem Gau Fürth hielten die Erlanger mit vier Ringen auf Abstand. Ansbach kam mit 780,3 Ringen auf Platz 3.
Anschließend wurden weitere zehn Schuss in zehn Minuten ohne Probeschießen abgegeben. Dafür wurde der Stand gewechselt. Bei elektronischen Anlagen kann es durchaus zu kleinen Differenzen in der Messung kommen. Die besten 32 Schützen erreichten die Ausscheidungsrunde. Die vier Erlanger schlugen sich wacker und kamen weiter. Aus vier Achter-Gruppen kamen nur die Sieger in die nächste Runde. Sebastian Hierl schaffte diesen Sprung. Erst in der Zweier-Paarung - die letzte Stufe vorm Finale - schied er aus. red