Durch die Kombination einer sogenannten "unechten" Einbahnstraßenregelung auf Höhe des Maximiliansplatzes in der Neuen Straße und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf weiteren Straßenzügen soll eine nachhaltige Entlastung der Anwohner insbesondere vielbefahrener Straßen in der Innenstadt erreicht werden. Ein entsprechendes Konzept hat der Erlanger Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen.

In einer ersten, kurzfristig realisierbaren Stufe erfolgt demnach eine Einbahnstraßenregelung mit Fahrtrichtung Ost in der Neuen Straße, verbunden mit Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Neuen Straße, der Henke- sowie der Spardorfer Straße westlich der Palmstraße. In dieser "unechten" Einbahnstraße zwischen der Östlichen Stadtmauerstraße und dem Katholischen Kirchenplatz ist der Verkehr in Richtung Osten weiterhin zulässig. Die Fahrspur in Richtung Westen wird für den Verkehr gesperrt und ist neben Radfahrern nur für Busse, Rettungsfahrzeuge und Notfalltransporte freigegeben. Die Essenbacher Straße wird dadurch kaum merklich mehrbelastet. Die Erreichbarkeit der Kliniken, insbesondere für Rettungsfahrzeuge und Notfälle, die von Angehörigen eingeliefert werden, ist gewährleistet.

Die vertiefte Gestaltung muss nach dem nun getroffenen Grundsatzbeschluss noch ausgearbeitet und dann vom Stadtrat beschlossen werden, teilt die Stadt mit. Die Regelung werde dann zunächst in einem etwa einjährigen Probebetrieb untersucht.

Ziel: weniger Durchgangsverkehr

Das Konzept soll die Innenstadt merklich entlasten und damit Lärm und Schadstoffe reduzieren, ohne Sperrungen einzelner Straßenabschnitte für den Autoverkehr. Im Fokus steht dabei der Durchgangsverkehr auf zentralen Achsen der Innenstadt, der spürbar verringert werden soll. Hingegen sollen Autofahrer, welche die Innenstadt als Ziel haben oder von dort kommen, von den Maßnahmen nicht wesentlich beeinträchtigt werden. red