Das erste von Schülern gegründete Unternehmen in Kronach löst sich auf. Anlass genug, die erfolgreiche Geschichte von "Wall2all" noch einmal Revue passieren zu lassen. 14 Schüler des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums und ein Lehrer gründeten im Februar vergangenen Jahres das Unternehmen "Wall2all". Doch bis die ersten Produkte verkauft werden konnten, war es ein langer Weg. Denn schon die Frage "Was ist eigentlich unser Produkt?" beschäftigte die Jungunternehmer einige Zeit.


Taschen aus Tapete

Aus ersten Überlegungen reifte mehr und mehr die Idee heran, Geschenktaschen aus Tapete herzustellen. Diese wurden stetig weiterentwickelt, sodass letztendlich Anfang Juni der Verkauf in mehreren Geschäften in Kronach starten konnte.
Bis zu diesem Zeitpunkt kam es logischerweise nur zu einer Verminderung des Eigenkapitals. Doch mit dem Verkauf sollte sich dies ändern. Schon bald verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn - auf den Monat gerechnet.
Die endgültige Wende, wie sollte es auch anders sein bei Geschenktaschen, notierte "wall2all" in der Weihnachtszeit. Inzwischen konnte man die einzigartigen Taschen zudem in der Weka kaufen, und natürlich spielte der Auftritt auf lokalen Weihnachtsmärkten keine unerhebliche Rolle.


Renner im Weihnachtsgeschäft

Vor allem auf dem bekannten Mitwitzer Weihnachtsmarkt wurden viele Taschen und die mittlerweile im Sortiment enthaltenen Gutscheinumschläge gut angenommen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit erreichte im Dezember ihren Höhepunkt mit einem Interview bei Radio 1.
So ist auch Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender des Junior-Sponsors LfA Förderbank Bayern, fasziniert: "Junior-Unternehmer zeigen, was Schüler auf die Beine stellen können. Ich bin immer wieder beeindruckt vom Unternehmertalent und von der Kreativität der jungen Leute."
Nun, zum Abschluss des P-Seminars, steht die zweite Hauptversammlung an, die gerade geplant wird. "Die Anteilseigner können sich auf eine Dividende freuen! Die Höhe aber bleibt geheim bis zur Hautversammlung", berichtet Michael Förtsch, Pressesprecher von "Wall2all".
Außerdem findet ihm zufolge noch eine kleine Teamparty statt. "Für die Finanzierung dieser Fete bedanke ich mich hiermit natürlich nochmal recht herzlich bei allen, die ihren Anteilschein nicht ausgezahlt bekommen wollen", so Förtsch.
Insgesamt sind alle Jungunternehmer froh über die dazugewonnenen Erfahrungen - und auch der wirtschaftliche Erfolg gibt ihnen Recht. So endet die Geschichte der 14 Schüler, die sich aufmachten, ein Unternehmen zu gründen. red