Die Reisevereinigung Heroldsbach mit den zwei Brieftaubenvereinen Sturmvogel I und II kürte in ihrem Vereinsheim die Jahressieger.

Mit den meisten siegreichen Tauben und 18 054 Flugkilometern belegte Herbert Hack aus Aisch den ersten Rang. Ihm folgen in der Wertung die Schlaggemeinschaft Hans-Peter, Waltraud, Simone, Florian und Jasmin Seubert; die Schlaggemeinschaft Helmut Saam und Marc Maier, Willi und Vanessa Brunner sowie die Schlaggemeinschaft Georg Wahl und Stefan Wagner.

Bürgermeister Edgar Büttner, dessen Onkel zu den Gründern der Reisevereiniung zählt, stiftete einen Pokal für die besten Jungtauben. "Brieftauben sind ein finanziell und zeitlich anstrengendes Hobby," wusste er aus familiärer Erfahrung. Den gestifteten Pokal des Bürgermeisters errang die Schlaggemeinschaft Saam/Maier.

Der Regionalverbandsvorsitzende Hans Siebenhaar zeichnete Kurt Kraus, den Vorsitzenden des Sturmvogel II, für 50 Jahre Verbandstreue mit einem Ehrenteller aus.

Ebenso lang ist Kraus im Sturmvogel II. Denn die Heroldsbacher Taubenzüchter mussten sich 1959 in zwei Vereine aufspalten, um die Bestimmungen für eine Reisevereinigung einzuhalten. Wahl, der "dienstälteste" Taubenzüchter, erinnerte sich an die Anfangsjahre. Als Bub brachte er seine Tauben noch in den 40er Jahren mit dem Rad nach Burk. Von dort ging es mit einem Kuhgespann zum Forchheimer Bahnhof. Die Tauben reisten dann per Zug an den Startort - genauer: dessen Bahnhof - und wurden dort aufgelassen.

Mit der Etablierung der Heroldsbacher Reisevereinigung ging die Reise am Heroldsbacher Bahnhof los. Der damalige Bahnhofsvorsteher von Höchstadt war selbst ein passionierter Züchter, weshalb er die Fahrten der Tiere selbst leitete. Wahl ist sich sicher, dass das Bahnhofsgebäude nur dank der "Tauberer" überlebte.

Sie haben bis heute dort die Räume angemietet, als Zwischenquartier, bevor die Vögel per Lkw an ihren Startort gefahren werden. Lp