Zum wiederholten Mal stand die Erdaushubdeponie "Bocksholz" bei Goggelgereuth auf der Tagesordnung der Sitzung des Kirchlauterer Gemeinderates. Für diesen Bereich lag bereits im Jahr 2003 eine Planung für eine Erd- und Bauschuttdeponie vor. Bei einem Ortstermin im Jahr 2013 wurde dann die geplante Erdauffüllungsdeponie besprochen, die dann 2014 doch nicht genehmigungsfähig war. 2016 wurde dann wieder ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt, die sich bis vor kurzem hinzog und für die Baugrunduntersuchungen erfolgten und hydrogeologische Gutachten eingeholt wurden.

Bei einem Besprechungstermin im Februar 2019 seien dann, wie Bürgermeister Karl-Heinz Kandler erklärte, die weiteren Schritte besprochen worden. Dabei habe sich ergeben, dass die Erdaushubdeponie nur mit einem sehr hohen Kostenaufwand für den Einbau einer künstlichen Abdichtung und die Beprobung aller später angelieferten Materialien realisiert werden könne. Die dabei anfallenden Kosten von circa 100 000 Euro, die jeweils auf den Kubikmeter Boden umzulegen wären, stünden aber in keinem Verhältnis zum Nutzen der Bürger.

Gemeinderat Horst Gehring zweifelte so manches von den Behörden an und war der Meinung, dass diese Schwierigkeiten an einzelnen Personen lägen. Deswegen sei er der Meinung, dass man im Beschluss das "nicht weiterzuverfolgen" durch "momentan nicht zu verfolgen" austauschen sollte. Ähnlich sah es Gemeinderat Uwe Derra, der sagte: "Man wird aus den Worten des Wasserwirtschaftsamtes nicht schlau. Das kann sich bei Behörden aber schnell wieder ändern. Deshalb sollte man eine flexible Formulierung wählen, die man bei Änderung der Gesetzeslage wieder aufgreifen kann." So beschloss das Gremium, die geplante Errichtung der Erdaushubdeponie "Bocksholz" "momentan nicht weiterzuverfolgen".

Anschließend entschloss sich das Gremium dazu, für den Bauhof einen Mini-Bagger anzuschaffen, für den sich die Bruttokosten auf circa 30 000 Euro belaufen. Bauhofmitarbeiter Holger Herbold erläuterte dabei die Notwendigkeit und die Ausrüstung mit drei Schaufeln.

Ein Angebot für ein elektrisches Läutwerk will man sich für das Feuerwehr- und Gemeindehaus Pettstadt einholen, da Veronika Muckelbauer aufgrund ihres Alters den Läutdienst nicht mehr ausüben kann.

Ausschreibung ohne Ergebnis

Zum aktuellen Stand des Bauvorhabens "Obere Wirtschaft" teilte Bürgermeister Kandler mit, dass man die Arbeiten ausgeschrieben, aber kein einziges Angebot erhalten habe. So müsse man die Arbeiten erneut ausschreiben.

Gemeinderat Michael Tischner fragte nach den freien Plätzen in der Kinderkrippe Kirchlauter. Nach Aussage der Leiterin Alexandra Geuß ist die Krippe mit zehn Kindern belegt. Es wechselten aber immer wieder Kinder in die Regelgruppe, so dass für alle Kinder ein Platz angeboten werden könne. gg